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Schulen
Montanusschüler spielen mit Begeisterung Lacrosse

Hückeswagen. HÜCKESWAGEN Ein rasantes Sportspiel hält in diesen Wochen Einzug in den Sportunterricht der Montanusschule: Lacrosse. Freilaufen und Körpertäuschungen erinnern an Basketball, die Schnelligkeit an

Eishockey. Die Pässe fliegen wie beim Handball, und die eleganten Tricks mit dem Stick wecken Assoziationen zum Hockey. "Es wird auch die schnellste Sportart auf zwei Beinen genannt und kommt von den alten Indianern aus Kanada", berichtet Sportlehrer Kraus Kruska. Da diese Sportart sowohl für die meisten Schüler als auch für einen Großteil der Lehrer noch unbekannt sei, werde sie im Sportunterricht bisher kaum behandelt. "Dennoch kann gerade diese Unbekanntheit einen Reiz darstellen und bietet vielfältige Möglichkeiten der Vermittlung", schreibt Kruska.

Gespielt wird Lacrosse mit einem Schläger oder Stick, der aus einem Schaft (Metall) und einem Korb (Netz) besteht. Der etwa tennisballgroße Ball wird mit den Sticks durch Pässe in Richtung gegnerisches Tor gebracht, um Tore zu erzielen. Kruska: "Gespielt wird im Schulbereich allerdings nach dem Regelwerk der Damen, also körperlos. Nur eine Attacke auf den Schläger ist erlaubt. Aus diesem Grunde ist auch keine Schutzausrüstung erforderlich."

Der Sportlehrer lernte auf einer Fortbildung an der Uni Dortmund die Sportart kennen und knüpfte gleichzeitig Kontakte zum Deutschen Lacrosse-Verband, dessen Nationaltrainer die Fortbildung leitete.

So stellte der Verband nicht nur das Unterrichtskonzept zur Verfügung, sondern direkt auch eine komplette Ausrüstung mit 25 Schlägern. Sie steht den Hauptschülern jetzt acht Wochen lang zur Verfügung, um das Spiel sowohl technisch, als auch taktisch zu erlernen.

"Wir beginnen zunächst mit dem Passen und Fangen des Balles, was einigen Schülern am Anfang noch Probleme bereitete, da das Netz des Sticks schon seine Tücken hat. Anschließend kommen erste Torschüsse und einfache Spielformen hinzu, um den Spielgedanken, das Tore schießen, frühzeitig aufzugreifen. Erst im letzen Schritt folgten die Schlägerattacke und das Spiel auf dem großen Feld", erläutert Kruska. Zurzeit übe seine fünfte Klasse mit sehr viel Begeisterung die verschiedenen Pässe und Torschuss-Techniken. Bis Ende Oktober werden dann weitere Klassen das Spiel erlernen. Einziger Wermutstropfen bei der Aktion: Die Ausrüstung steht nur leihweise zur Verfügung. "So wäre es toll, wenn sich ein Sponsor finden würde, der den Kindern eine etwa 500 Euro teure Grundausstattung spendieren würde", wirbt Kruska für die neue Sportart an der Hauptschule.

JOACHIM RÜTTGEN

Quelle: RP
 
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