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Valentinstag
Morgen machen viele Männer ihren Frauen Heiratsanträge

Hückeswagen. HÜCKESWAGEN (wow) Morgen ist er wieder, der "Tag der Liebenden", der Valentinstag, der kurioserweise am Gedächtnistag eines Märtyrers der frühen katholischen Kirche begangen wird: dem des heiligen Valentin von Terni, den der Überlieferung nach am 14. Februar 269 der Märtyrertod durch Enthaupten ereilte. Er soll in seiner Funktion als Priester in Rom Paare getraut haben, obwohl ihm dies nicht erlaubt war. Daher gilt er als Schutzpatron der Liebenden. Morgen werden zu diesem Tag so viele Blumen wie an kaum einem anderen verschenkt. "Und Heiratsanträge gestellt", erzählt die Hückeswagener Standesbeamtin Ursula Thiel und schmunzelt. Zwar würden die ersten meist kalten Monate des Jahres eher selten für die Trauung selbst genutzt, wohl aber dafür, um die Weichen in Richtung Ehehafen zu stellen. "Der Valentinstag ist, und das ist durchaus merkbar, ein Tag, an dem viele Männer ihren Partnerinnen einen Heiratsantrag machen. Andersrum zwar auch, das aber deutlich seltener. Ich kann mir also gut vorstellen, dass in den kommenden Wochen eine ganze Menge Anmeldungen bei mir eingehen werden", sagt die 55-Jährige, die 1993 zur Standesbeamtin bestellt wurde und wohl in diesem Jahr die magische Grenze der 2000 Eheschließungen in der Schloss-Stadt überschreiten wird: "Ende 2015 war ich bei knapp 1900 Trauungen", berichtet sie, die selbst seit mehr als 36 Jahren glücklich verheiratet ist. In Hückeswagen wird nicht mehr so oft im Wonnemonat Mai geheiratet, wie es über lange Jahrzehnte üblich und Brauch gewesen ist. "Kurioserweise ist es seit einiger Zeit so, dass sich die Zahl der Trauungen auf einen Monat konzentriert, oft in den Sommermonaten, aber eben nicht mehr vornehmlich im Mai", berichtet Ursula Thiel. Dabei spielen bestimmt auch Zahlenkombinationen eine Rolle, vermutet sie. "So ist es in diesem Jahr bereits jetzt so, dass der 16. Juni sehr begehrt ist - für den Hochzeitstag am 16. 6. 16 eben."

Aber auch der Dezember erfreut sich als Hochzeitsmonat in der Schloss-Stadt zunehmender Beliebtheit. "Vielleicht, weil im Advent die Stimmung ohnehin sehr festlich und familiär geprägt ist", vermutet die Standesbeamtin, die an jede Trauung mit einer besonderen Einstellung herangeht. "Ich freue mich mit dem Brautpaar und versuche zu vermitteln, dass es gerade den schönsten Tag des Lebens erlebt", sagt die 55-Jährige und fügt hinzu: "Keine Trauung ist wie die andere - eben weil alle Menschen unterschiedlich sind."

Quelle: RP
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