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Leben & Lernen
Musikschule will das moderne Element erweitern

Hückeswagen. HÜCKESWAGEN Die ersten Schüler hat er schon unterrichtet: Stefan Wendhausen ist der jüngste Neuzugang an der Musikschule und unterrichtet E-Bass und Kontrabass. Der 48-Jährige kommt eigentlich aus Ostfriesland, wohnt aber seit mehreren Jahren in Wuppertal. Zwar gibt es im Lehrerkollegium bereits einen Lehrer für das tieftönende Instrument, aber Musikschulleiter Eckhard Richelshagen betont: "Wir wollen das moderne Element ein wenig erweitern. Und Stefan Wendhausen ist dafür wunderbar geeignet." Er habe einen E-Musik-Hintergrund, kenne sich aber auch mit populärer Musik bestens aus.

Mit dem Kontrabass hat der Ostfriese, der im Hauptberuf als Sport- und Informatiklehrer an einer Schule in Ennepetal tätig ist, relativ spät angefangen: "Ich habe mit 16 Jahren den E-Bass für mich entdeckt", erzählt er. Einen großen Einfluss hatten die Black Music, das Motown-Label und deren Haus-und-Hof-Bassist James Jamerson. "Den Kontrabass, den ich in Kassel an der Musikhochschule studiert habe, habe ich erst mit etwa 20 Jahren zu spielen begonnen", erzählt Wendhausen. Natürlich hat er Patrick Süskinds Klassiker "Der Kontrabass" geschenkt bekommen, gelesen und darüber gelacht. "Das Buch bezieht sich aber eher auf die Anonymität des Orchestermusikers, insofern finde ich mich nicht so ganz darin wieder", betont Wendhausen. Dabei hat er selbst lange Jahre für das Deutsche Theater in Göttingen und das Staatstheater Kassel gearbeitet. Dort hauptsächlich in Musical- und Operetten-Produktionen, aber auch bei Lieder-Abenden.

Daneben war es aber immer auch der Jazz, der dem 48-Jährigen ans Herz gewachsen ist: "Es gab und gibt da einige Projekte - unter anderem eben auch mit Eckhard Richelshagen. Dadurch ist auch unser Kontakt entstanden." Wendhausen unterrichte bereits seit 1994 an Musikschulen. Wer nun Interesse an den tiefen Tönen bekommen hat, kann sich zu den Öffnungszeiten an die Musikschule wenden und eine Probestunde mit Stefan Wendhausen vereinbaren.

Für den neuen Basslehrer ist vor allem wichtig, bei seinen Schülern die Faszination fürs Instrument zu wecken: "Mir geht es nicht in erster Linie um Virtuosität, sondern darum, dass es den Kindern Spaß macht, Bass zu spielen", sagt er. Dazu gehöre auch, dass sie so schnell wie möglich in Bands spielen können. "Dahin möchte ich sie bringen."

Info Die Öffnungszeiten des Musikschulbüros haben sich geändert: dienstags und mittwochs jeweils von 15 bis 18 Uhr, donnerstags von 11 bis 13 Uhr. Unterricht ist täglich nach Vereinbarung mit den Lehrern. WOLFGANG WEITZDÖRFER

Quelle: RP
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