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Kommen & Gehen
"neye.café" lockt am Radweg zum Einkehrschwung

Kommen & Gehen: "neye.café" lockt am Radweg zum Einkehrschwung
Vom Radweg geht's direkt auf den ehemaligen Bahnsteig, der jetzt die Terrasse des "neye.cafés" bildet: Geschäftsführerin Kirsten Adamski und ihre Tochter Sina begrüßen seit Mai die Gäste in der früheren Bahnstation. FOTO: Stephan Büllesbach
Hückeswagen. WIPPERFÜRTH/HÜCKESWAGEN (büba) Der Lückenschluss scheint gelungen: Im Mai eröffnete Kirsten Adamski am Neye-Flugplatz das "neye.café" - nur wenige Meter von der Stadtgrenze zu Hückeswagen entfernt. Die Resonanz sei sehr gut, versichert die Wipperfürtherin. "Vor allem, wenn's Wetter stimmt." Dann ist der ehemalige Bahnsteig rappelvoll. Und das, obwohl das Lokal in der ehemaligen Bahnstation Neye nur am Wochenende geöffnet ist. Aber das "neye.café" hatte Spaziergängern und vor allem Radfahren gefehlt, denn direkt an dem etwa 40 Kilometer langen Radweg von Marienheide über Wipperfürth und Hückeswagen bis nach Bergisch Born gibt es kaum Möglichkeiten für einen unmittelbaren Einkehrschwung. Mit dem "neye.café" sind's jetzt immerhin drei - nach der Tennishalle in Bergisch Born und dem Bauerncafé zum Busenbach des Hückeswagener Ehepaars Nadine und Marcus Paul. Zwar gibt es in Hückeswagen, Wipperfürth und Marienheide reichlich Gastronomie, teilweise nur wenige Meter vom Radweg entfernt wie in der Schloss-Stadt die beiden Eiscafés und die Bäckereien im Bereich des Etapler Platzes, aber dafür müssten die Nutzer des Radwegs diesen verlassen.

Zehn Monate hatte Kirsten Adamski mit Hilfe von Freunden und Familie das frühere Neye-Büdchen von einem griechischen Restaurant in ein stylishes Café umgewandelt. Sämtliche Böden und Wände wurden erneuert, die Küche ist ebenfalls komplett neu. Das Innere des Cafés hat mit seinen cremefarben gestrichenen Wänden und dem Mobiliar etwas von einer Lounge, die zum Entspannen (Neudeutsch: Chillen) einlädt. Draußen stehen auf dem ehemaligen Bahnsteig viele Tische und Stühle unter Sonnenschirmen, wo es sich die Radler und Spaziergänger gemütlich machen können. Seit vorigem Freitag können auch bis zu neun E-Bikes an einer Ladestation der BEW geladen werden. "Die Radfahrer müssen ihre Ladegeräte aber selber mitbringen", betont Kirsten Adamski.

Nachdem die griechischen Pächter Anfang vorigen Jahres ausgezogen waren, hatte sich die Wipperfürther überlegt, "dass sich hier draus doch etwas machen lassen müsste". Vor allem eher kleine Gerichte, Kuchen und Eis sowie Kaffee und kalte Getränke sollen nun die Passanten zu einem Stopp locken. "Während der Renovierungsarbeiten haben uns immer wieder Radler und Wanderer angesprochen und gesagt, was sie gerne zu essen hätten", berichtet Kirsten Adamski. Das Ergebnis lässt sich jetzt auf der Speisenkarte ablesen. Dazu gibt es freitags Waffeln und am Wochenende ab 10 Uhr ein Frühstück. Am Sonntag gab's erstmals ein erweitertes Frühstück mit Bratkartoffeln und Rührei, das bei größerer Resonanz im Herbst und Winter jeden Sonntag angeboten werden soll. Einzige Voraussetzung: Es müssen sich mindestens acht Personen anmelden. Aus eigenem Antrieb hat die Geschäftsführerin auch einen kleinen stabilen Industriezaun an der ehemaligen Bahnsteigkante anbringen lassen, damit niemand ihrer Gäste auf den Radweg stürzen kann. Der liegt gut einen Meter tiefer.

Geöffnet ist das "neye.café" freitags von 15 bis 18 Uhr, samstags von 12 bis 18 Uhr und sonntags von 10 bis 18 Uhr.

www.neye.cafe/#

Quelle: RP
 
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