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Gut Gemacht
Noch ein "Baum des Jahres" für Hückeswagen

Hückeswagen. HÜCKESWAGEN (büba) Nachdem im Oktober 20 Kinder des Johannesstift-Kindergartens den vom Grünen-Stadtverband gespendeten "Baum des Jahres 2015" am Wanderparkplatz an der Wupper-Vorsperre eingepflanzt hatten, erhielt Hückeswagen gestern einen weiteren Feldahorn gestiftet. Direkt am Bergischen Kreisel, Rader Straße/Bergstraße, pflanzten Hagen Jobi, Vorsitzender der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) Oberberg und Landrat a. D., zusammen mit Bürgermeister Dietmar Persian und Regionalforstamtsleiter Günter Dieck unter fachkundiger Anleitung des zuständigen Revierförsters Heiner Grüter den "Baum des Jahres".

Malte Haase, Geschäftsführer der SDW Oberberg, erläuterte: "Der Feldahorn, der kleinste der drei Ahornarten in Deutschland, auch Maßholder genannt, hat eine große Bedeutung für die Artenvielfalt in der Landschaft." Im Zusammenhang mit dem Klimawandel werde er künftig mehr Beachtung finden.

Der zehn bis 15 Meter hohe Baum kommt in Deutschland vor allem an Wald- und Wegrändern oder in Feldgehölzen vor, wo ihm andere Baumarten eine Chance lassen. Seine Blätter sind kleiner als die des Berg- und Spitzahorns. Im Wald hat er meist keine Chance, da er sich gegen wuchskräftigere Baumarten wie die Buche kaum durchsetzen kann. "Seine Anpflanzung entlang von Wegen und Feldern ist für viele Tierarten eine wichtige Vernetzung in der ausgeräumten Landschaft", betonte Haase. Der Feldahorn kommt fast überall in Europa vor - von der Ebene bis ins Hügelland -, und er kann 150 bis 200 Jahre alt werden.

Haase: "Der ,Baum des Jahres 2015' bietet eine Chance, den eigenen Garten umzugestalten. Seine geringen Ansprüche an den Boden und seine gute Schnittverträglichkeit machen ihn zu einer idealen Hecke für jeden, der Sichtschutz mit einheimischen Gehölzen in seinem Garten möchte." Zudem bietet er zahlreichen kleinen Lebewesen, wie Hummeln, Bienen, Schmetterlingen und Vögeln, Schutz- und Lebensraum und ist somit sehr bedeutsam für die Artenvielfalt.

Früher wurden übrigens die Blätter des Feldahorns gegessen. Sie wurden wie Sauerkraut zubereitet und bereicherten den Speiseplan - darauf ist auch die Bezeichnung Maßholder zurückzuführen. "Heute ist er auf der Weide für Kühe noch ein Leckerbissen", sagte Haase.

Quelle: RP
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