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Vereinsticker
Outdoor-Camp mit Bogenschießen und Lagerfeuer

Hückeswagen. HÜCKESWAGEN Ein Outdoor-Camp bei herbstlichen Temperaturen und feuchter Witterung? Kein Problem für die etwa 20 Jugendlichen der inklusiven Trainingsgruppe des Hückeswagener Judo-Clubs Mifune, die zusammen mit dem Sozialpädagogen und Judo-Trainer Jörg Mu- saeus das Wochenende im Wermelskirchener "Kulturbeutel" verbrachten. Freitagnachmittag und Samstag waren die Jugendlichen im Rahmen eines Projekts, das vom Landessportbund unterstützt wurde, in Dabringhausen. Neben einer Menge Spaß hatten sie auch gemeinsam Bogenschießen geübt und an der Lagerfeuerstelle gegrillt - und das trotz des feucht-kühlen Herbstwetters.

Neben seiner Tätigkeit als Judo-Trainer beim JC Mifune betreibt Musaeus den "Kulturbeutel" in Dabringhausen - das Gelände ist für Aktionen wie das Outdoor-Camp ideal: Jede Menge Grün und ein großer Garten boten reichlich Platz für die Aktivitäten, die Musaeus und seine Helfer geplant hatten. "Die einzige Vorgabe seitens des Landessportbunds war, dass das Projekt inklusiv sein muss. Wir haben ja ohnehin die inklusive Jugendgruppe im Verein, so war das schon mal kein Problem", erzählte Musaeus. Bei den Überlegungen zum Projektinhalt kam direkt die Erlebnispädagogik auf: "Dazu haben wir uns dann den Schwerpunkt Bogenschießen ausgewählt", sagte Musaeus.

Am Freitag ging es noch in erster Linie um die Erlebnispädagogik und das gegenseitige Kennenlernen, berichtete der Sozialpädagoge. "Es war alles sehr entspannt. Wir haben Slacklines aufgebaut. Und es war toll, zu sehen, wie behinderte und nichtbehinderte Jugendliche sich ganz ohne Aufforderung unsererseits gegenseitig unterstützten. Da gab es überhaupt keine Berührungsängste."

Später entzündeten die Erwachsenen das Lagerfeuer, zu Essen gab es Stockbrot. Danach stand ein Filmabend an: "Wir haben einen Beamer aufgebaut und gemeinsam den Film 'Das Dschungelbuch' gesehen", berichtete Musaeus.

Der Samstag stand ganz im Zeichen von Pfeil und Bogen. "Das ist heute der Schwerpunkt", sagte Musaeus. "Zunächst sind Aufwärmübungen dran. Da geht es vor allem darum, die nötige Körperspannung fürs Bogenschießen aufzubauen." Gegenseitig halfen sich die Jugendlichen wieder. Später nahm Ronja ganz routiniert den Bogen, spannte den Pfeil in die Sehne, zog diese - und ließ den Pfeil Richtung Zielscheibe fliegen. "Ich habe mir schon selbst einen Bogen gebastelt, die Pfeile habe ich aus den Stangen von Silvesterraketen gemacht", erzählte die Zehnjährige, die seit etwa einem Jahr Judo bei Mifune lernt. "Im Judo habe ich schon den gelben Gürtel, nach den Herbstferien mache ich dann den gelb-orangen Gürtel."

Auch Ben ist schon ein Bogen-Routinier. Der 16-Jährige hat das Down Syndrom, ist aber mit Leib und Seele sowohl beim Judo als auch beim Bogenschießen dabei: "Ich mache das schon seit zehn Jahren, das macht richtig Spaß", versicherte Ben.

Das Outdoor-Camp dauerte noch bis in den frühen Nachmittag hinein. "Zur Stärkung gibt es noch ein Mittagessen am Lagerfeuer, und dann lassen wir das Camp schön ausklingen", zeigte sich Musaeus mit dem Verlauf des Projekts sehr zufrieden. Info Die Sportler des JC Mifune trainieren in der Turnhalle der Realschule an der Kölner Straße: die Sechs- bis 14-Jährigen donnerstags von 17 bis 19 Uhr, die Altersklasse 15+ donnerstags von 19.15 bis 21 Uhr und die Gruppe BS-Judo freitags von 18.30 bis 20 Uhr. Es besteht die Möglichkeit eines vierwöchigen kostenfreien Schnuppertrainings. In den Ferien findet kein Training statt. Kontakt und weitere Informationen unter Tel. 4473. www.jc-mifunde.de

WOLFGANG WEITZDÖRFER

Quelle: RP
 
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