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Pflitsch-Mitarbeiter spielt bei Segway-Polo-WM mit

Szene: Pflitsch-Mitarbeiter spielt bei Segway-Polo-WM mit
Dr. Martin Lechner in Aktion. Der Mitarbeiter der Firma Pflitsch spielt ab heute bei der Segway-WM. FOTO: Lechner (Archiv)
Hückeswagen. Seiner eigentlichen Arbeit bei der Firma Pflitsch geht Dr. Martin Lechner heute einmal nicht nach. Der Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung wird im sauerländischen Hemer in der Overhoff-Arena vielmehr auf seinem Segway stehen und mit seinem Team, den "Funky Move Turtles" aus Lohmar, um den Weltmeistertitel im Segway-Polo kämpfen.

Mit dabei ist auch Robert von Otte, ebenfalls Mitarbeiter bei der Firma Pflitsch - und von Lechner vor ein paar Jahren mit dem Segway-Virus infiziert worden. "Ich bin ein Fahrer der ersten Stunde", sagt Lechner von sich selbst. "Ich habe nicht nur sofort Gefallen an den Geräten gefunden, ich habe diese Leidenschaft auch an mein direktes Umfeld weitergegeben." So rollen bereits zwei seiner drei Kinder ebenfalls mit den elektronischen Rollern, die durch Mikroprozessoren und Elektromotoren im Gleichgewicht gehalten werden, durch die Gegend.

Entwickelt wurden die zweirädrigen Elektrofahrzeuge Anfang des Jahrtausends im US-amerikanischen Silicon Valley. "Apple-Mitbegründer Steve Wozniak gehört zu den großen Liebhabern der Segways", erzählt Lechner, der ursprünglich aus Österreich stammt und seit zwölf Jahren in Lindlar wohnt. Der Apple-Milliardär Wozniak ist derart leidenschaftlicher Segway-Polo-Spieler, dass er sogar im beschaulichen Hemer zur WM erwartet wird. "Zumindest ist er angekündigt. Ob er jetzt tatsächlich kommen wird, weiß man nicht so genau", sagt Lechner, der "Woz", wie der Amerikaner genannt wird, bereits kennengelernt hat: "Er hat schon einmal in unserem Team mitgespielt. Fasziniert hat mich, dass er so natürlich war - man hat ihm zu keiner Sekunde seinen Status angesehen." Lechner selbst ist ursprünglich über eine Panne zum Segway-Polo gekommen. "Mein erstes Segway habe ich mir 2004 gekauft. 2011 hatte ich damit technische Probleme - und bei der Reparatur lernte ich Olaf Funke kennen, der Segway-Polo 2007 nach Deutschland gebracht hat." Die erste WM in Deutschland wurde von Funke 2009 in Köln ausgerichtet, auch bei den Pflitsch-Open 2016 in Hückeswagen war der Segway-Polo-Pionier auf dem Sportplatz Schnabelsmühle mit dabei. An die Veranstaltung hat Lechner nur gute Erinnerungen. "Das Turnier war ein Erfolg, auch wenn es insgesamt zu warm gewesen ist", sagt der Pflitsch-Entwicklungs-chef. Er wünscht sich eine Wiederholung: "Man hat das im Unternehmen auch nicht ausgeschlossen. Mal sehen, ob und wann es klappt", sagt er. Am Segway-Polo fasziniert Lechner vor allem, dass es ein sehr schnelles Spiel ist, das nicht so schnell langweilig wird: "Es macht sowohl beim Zuschauen Spaß, als auch beim Selberspielen. Wenn man einmal die Scheu vor der Technik abgelegt hat, kann man sich auf dem Segway sehr wendig und schnell bewegen." Für die Weltmeisterschaft, bei der 20 Teams aus acht Nationen bis Sonntag um den Titel kämpfen, hat Lechner mehrere Favoriten ausgemacht. "Das Team 'Barbados Flying Fish' ist amtierender Weltmeister, das ist auf jeden Fall ein Favorit. Und die 'Blade Pirates' aus Solingen, Weltmeister von 2014, sind ebenfalls sehr gut", sagt Lechner. Auch seinem eigenen Team "Funky Move Turtles" - übrigens der älteste Segway-Polo-Verein Deutschlands - räumt Lechner gute Chancen ein. Wer nicht ins etwa 70 Kilometer entfernte Hemer bei Iserlohn fahren will, kann sich die Spiele auf www.sportdeutschland.tv ansehen; alle Spiele werden live übertragen.

WOLFGANG WEITZDÖRFER

Quelle: RP
 
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