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Hückeswagen
Stadtmarketing - kreativ in Hückeswagens Zukunft

Hückeswagen. Drei Fragen waren vorherrschend bei der Jahreshauptversammlung des Stadtmarketings am Donnerstagabend im Kultur-Haus Zach, und der Vorsitzende, Bürgermeister Dietmar Persian, brachte sie gleich zu Beginn vor den rund 25 Anwesenden auf den Punkt. Von Wolfgang Weitzdörfer

"Wo wollen wir als Stadt hin? Wo wollen wir als Stadtmarketing hin? Und wie kommen wir vom 'Wir müssten mal' zum 'Wir haben eine Idee und setzen die jetzt um'?"

Die Fragen waren nicht neu, ihretwegen war im Herbst die große Umfrage zur Zukunft Hückeswagens gestartet worden. Alleine beim Altstadtfest habe es einen Rücklauf von 500 Umfragebögen gegeben, betonte Geschäftsführerin Monika Winter erfreut.

Im Oktober hatte es im Forum eine Veranstaltung mit dem Standortexperten Thomas Egger gegeben, der bei der Konzeption der Fragebögen federführend war: "Noch an diesem Abend haben sich vier Zukunftsteams gebildet, die sich in der Folge regelmäßig getroffen und Ideen für Projekte gesammelt haben", berichtete Monika Winter. Die Teams beschäftigten sich mit den Themen "Mobilität und Stadtgestaltung", "Einkaufen, Gastronomie und Tourismus", "Wirtschaft" und "Jugend, Sport und Kultur".

Das Team "Mobilität und Stadtgestaltung" hatte sehr viele Ideen gesammelt, die sich vor allem damit beschäftigten, wie die Schloss-Stadt noch schöner gemacht werden kann. Aktuell bewegt die Gruppe die Umgestaltung der Abfalleimer im Stadtgebiet, die analog zu einem Projekt der Stadtreinigung Hamburg als Hingucker gestaltet werden sollen. Ende des Jahres werde man die ersten verschönerten Tonnen im Stadtgebiet sehen können, hieß es. Das Projekt laufe in Absprache mit den Schulen, die sich um das Bemalen der Mülltonnen kümmern würden.

Auch das Team "Einkaufen, Gastronomie und Tourismus" hatte viele Ideen, die allerdings allzu oft direkt an der Finanzierung scheiterten: "Etwa die Idee, einen ausrangierten Schwebebahn-Waggon anzuschaffen - und leider auch ein Open-Air-Public-Viewing zur EM. Das war alles nicht finanzierbar", sagte Ute Seemann. Konkreter geworden ist die Idee, zum dritten "Lichterfest" am 30. September die Gastronomen mit ins Boot zu nehmen. "Die Gespräche laufen jetzt, die Kombination aus Einkaufen und gutem Essen ist gut", sagte die Sprecherin der Werbegemeinschaft.

Die im "Arbeitskreis Wirtschaft" aufgegangene Hückeswagener Unternehmerinitiative kündigte für den 16. September die zweite "Nacht der Unternehmen" (die BM berichtete gestern) sowie für den 17. November ein Unternehmerforum zum Thema "Digitalisierung der Gesellschaft" an.

Das Team "Jugend, Sport und Kultur" sieht vor allem Bedarf an Angeboten für Jugendliche: "Da wird zu wenig geboten", betonte Stefan Noppenberger, Vorsitzender des Stadtkulturverbands. Auch dieses Team konnte nicht über einen Mangel an Ideen klagen, die jedoch ebenfalls an der Finanzierung scheitern dürften: "Da wurde etwa ein Freizeitpark in den Wupperauen vorgeschlagen, aber das ist natürlich nicht machbar", sagte Noppenberger. Dennoch werde viel über verschiedene, neue Open-Air-Veranstaltungen nachgedacht - nicht nur mit Musik, sondern auch mit dem in Hückeswagen eher unterrepräsentierten Theater.

Quelle: RP
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