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Hückeswagen
Stadtplaner verlässt die Stadtverwaltung

Hückeswagen: Stadtplaner verlässt die Stadtverwaltung
FOTO: S. Müller/STadt
Hückeswagen. Aus persönlichen Gründen wechselt Matthias Müller zum Jahresbeginn nach Frechen. Von Stephan Büllesbach

Stadtplaner in der Hückeswagener Stadtverwaltung haben offenbar eine begrenzte Haltbarkeit von drei Jahren: Nachdem es Jan Strömer Ende 2013 nach nur drei Jahren Anstellung im Hückeswagener Rathaus zurück in seine süddeutsche Heimat gezogen hatte, kommt auch sein Nachfolger auf eben diese Zeit im Schloss. Der 31. Dezember ist offiziell sein letzter Arbeitstag bei der Stadt, danach wird Müller in gleicher Funktion bei der Stadt Frechen arbeiten.

"Die Entscheidung hat persönliche Gründe", bestätigt der 34-Jährige auf Anfrage unserer Redaktion. Seine Frau arbeitet als Stadtplanerin in Brühl, beide wohnen in Köln. Da lag es für ihn nun nahe, seine Arbeitsstelle ebenfalls in die Nähe zur verlegen. "Außerdem muss ich dann nicht mehr über die Leverkusener Autobahnbrücke fahren", sagt er mit einem Lächeln und dem unausgesprochenen Verweis auf die endlosen Staus auf der A 1.

Matthias Müller ist gebürtiger Hesse und in Limburg an der Lahn aufgewachsen. Nach dem Studium arbeitete der Diplom-Stadtplaner in Hamburg und in Cuxhaven. Seit drei Jahren war Hückeswagen die erste Kleinstadt, in der er beruflich tätig war. Das bedeutete für ihn auch die Umstellung von Teamarbeit auf Alleinverantwortlichkeit - gibt es doch im Rathaus nur eine Stelle für den Bereich Stadtplanung.

Bürgermeister Dietmar Persian bedauert seinen Weggang, hat aber auch Verständnis für seine Beweggründe. Und er versichert: "Wir gehen nicht im Streit!" Das sagt auch Matthias Müller. Im Gegenteil: Sein Wechsel nach Frechen wird auch mit ein wenig Abschiedsschmerz verbunden sein, denn: "Ich habe mich hier in Hückeswagen schon sehr wohl gefühlt", bestätigt der 34-Jährige. Die Verwaltung funktioniere sehr gut, und auch die Arbeitsläufe seien optimal. "Das ist eine wesentliche Qualität, die sich die Verwaltung bewahren muss" sagt er. Besonders gefallen haben ihm die kurzen Abstimmungswege und die schnellen Entscheidungen.

Die Arbeit in Hückeswagen hat ihm Spaß gemacht. So hat er die Planungen für das Gewerbegebiet West 3 mit auf den Weg gebracht, und er ist in die Pläne der Neugestaltung des Etapler Platzes involviert. Großen Freude habe ihm die Beteiligung an der Fanta-Spielplatzaktion im vorigen Jahr gemacht, als darüber reichlich Sponsorenmittel für ein neues Spielgerät für den Spielplatz Dierl akquiriert werden konnten.

Die Ausschreibung der Stelle läuft bereits. "Wir haben circa 30 Bewerbungen erhalten", sagt Persian. Mit acht Bewerber werde nun gesprochen. Wenn möglich, soll die Stelle bereits zum 1. Januar neu besetzt werden.

Quelle: RP
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