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Hückeswagen
Stahl erhält Ehrennadel des Tischtennis-Bunds

Hückeswagen: Stahl erhält Ehrennadel des Tischtennis-Bunds
DTTB-Präsident Michael Geiger (r.) gratuliert Willy Stahl. FOTO: Schoof
Hückeswagen. Willy Stahl engagiert sich schon seit 60 Jahren im Westdeutschen Tischtennis-Verband. Der Hückeswagener bekam dafür jetzt beim Verbandstag die goldene Ehrennadel des Tischtennisbunds (DTTB) verliehen.

Dessen Präsident Michael Geiger überreichte dem 77-Jährigen die Nadel und zeigte sich beeindruckt von den vielen Tätigkeiten Stahls für den Tischtennis-Verband.

Mit 14 Jahren begann Stahl mit dem Tischtennis. "Zum Sportunterricht mussten wir damals noch weit laufen, denn die Realschule hatte noch keine eigene Turnhalle", erzählt der Hückeswagener. "Wir mussten erbärmlich lang laufen bis zum Sportplatz." Tischtennis gab es aber in der Nähe, im Hotel zur Krone, und deshalb entschied sich Stahl, in der Freizeit Tischtennis zu spielen. "Zweimal in der Woche konnte man im Tanzsaal Tischtennis spielen", erinnert sich der 77-Jährige. Das war 1954.

Drei Jahre später wurde Stahl dann gefragt, ob er die Pressearbeit für den Bezirk Bergisch-Land übernimmt - und so war er im Alter von 17 Jahren Pressewart. 1958 wurde die TBH-Halle an der Schnabelsmühle gebaut. "Da habe ich mitgeholfen. Mit Gummistiefeln habe ich in der Erde gestanden. Das habe ich noch nicht mal beim Bau meines eigenen Hauses gemacht", sagt Stahl.

1967 wurde der Hückeswagener zweiter Vorsitzender des Westdeutschen Tischtennis-Verbandes (WTTV). Er erinnert sich an einen Ausflug zur Weltmeisterschaft in München im Jahr 1969: "Da haben wir uns die Spiele von Eberhard Schöler angeschaut und mitgefiebert", erzählt er. 1988 wurde Stahl Vorsitzender des WTTV. Zudem war er in den 60 Jahren als Korrespondent des Bundesorgans und im Ressort der Sportgerichtsbarkeit tätig.

Mittlerweile spielt der 77-Jährige nicht mehr Tischtennis und hat sich auch aus der Vereinsarbeit zurückgezogen. "Der Präsident war ganz überrascht, dass ich so jung war, als ich angefangen habe, für den Verein zu arbeiten", sagt Stahl. "Und er fand es super, dass ich so lange durchgehalten habe."

(eler)
 
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