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Hückeswagen
Stolz und Rührung bei den Schützen-Ehrungen

Hückeswagen. Nach dem Unwetter vom Samstag mit Sturm und Sturzregen strahlte am Sonntagmorgen die Sonne vom blauen Himmel. Der dritte Schützenfesttag begann somit verheißungsvoll. Als der Hofstaat mit König Wilfried Schneider unter den Klängen des Preußischen Präsentiermarsches zum traditionellen Frühkonzert ins proppenvolle Festzelt einzog, gab es rundum nur froh gestimmte Gäste. Sie alle wollten beim musikalischen Höhepunkt des 379. Hückeswagener Schützenfestes dabei sein. Von Franz Mostert

Die Wipperfelder Schützenkapelle unter der Leitung von Marco Müller setzte zur Ouvertüre und zum Finale auf Lokalkolorit. So war anfangs der "Hückeswagener Schützenmarsch" des Heimatkomponisten Carl Remy zu hören, und nach zweistündigem Musizieren kam dessen Marsch "Meine bergische Heimat" zu Gehör. Da sangen beim Bergischen Heimatlied alle mit: "Wo die Wälder noch rauschen. . ." - genauso, wie Königsadjutant Hans-Peter Danielsen sich das für das 40. Altstadtfest am ersten September-Wochenende vorstellt.

Ehrungen sind bei den traditionellen Frühkonzerten inbegriffen. Diesmal begann Schützenchef Stefan Lorses Laudatio außergewöhnlich. "Wer hier im Zelt kennt Hans Balkhausen? Wahrscheinlich niemand mit Namen." Aber der "Hennes", der seit 45 Jahren beim Zeltwirt Wielpütz hinter dem Tresen hantiert, war bekannt. Der 86-Jährige war ob der Glückwünsche sichtlich gerührt.

Ganz ohne Lampenfieber, aber sichtlich stolz nahmen Emma Ortlieb, die Gewinnerin des Schützen-Malwettbewerbs für Viertklässler, Johanna Koch (Platz 2) und Timon Kaul (Platz 3) von der Löwen-Grundschule die gesponsorten Geschenke entgegen. Das Siegerbild ziert wieder die Plakate für das Schützenfest, die in der ganzen Region verteilt wurden.

Vereinsnadeln und Orden der Bergischen und Rheinischen Schützenbünde nahmen als Dank für 25-jährige Mitgliedschaft Hans-Peter Danielsen und Ralf Dörfling entgegen. 40 Jahre im Schützenverein Hückeswagen von 1636 ist Karl Heinrich. In die diesmal besonders stimmungsvolle Festivität am Sonntagmorgen ließ Stefan Lorse auch einen Dank an Gerald Wasserfuhr einfließen, der über Jahrzehnte die Festkapelle aus Wipperfeld herausragend geprägt hatte.

Die Ansprache beim Totengedenken vor dem Schloss im Rahmen des Großen Zapfenstreiches hielt am Sonntagabend Diakon i. R. Herbert Moeselaken vom katholischen Seelsorgeverband. "Nicht nur an die verstorbenen Mitglieder des Schützenvereins sollten wir uns jetzt erinnern", forderte der Diakon, "sondern an alle, die in Hückeswagen unsere Wegbegleiter waren und die uns im Zeichen des Glaubens vorangegangen sind".

Quelle: RP
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