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Stadtbibliothek Hückeswagen
"Tag des Buches" im Zeichen des eBooks

Stadtbibliothek Hückeswagen: "Tag des Buches" im Zeichen des eBooks
Der "Tag des Buches" lockte viele Hückeswagener in die Stadtbibliothek. Bücherei-Leiterin Beate Breidenbach (2. v. l.) und der Vorsitzende des Freundeskreises, Dr. Rainer Hartmann (3. v. l.) begrüßten unter anderem Edith Gerhardts, die zum Abschluss einen eBook-Reader gewann. FOTO: Nico hertgen
Hückeswagen. Der Freundeskreis der Stadtbibliothek stellte bereits am Samstag den gestrigen Weltbuchtag unter das Motto "eBooks & Co.". Vier Stunden lang konnten sich Interessierte auch über die Onleihe informieren. Von Wolfgang Weitzdörfer

Der weltweite "Tag des Buches" soll vor allem ein Feiertag für das geschriebene Wort sein. Ob das nun auf Papier steht oder digital angezeigt wird, ist da erst einmal zweitrangig. Ist es doch im Gegenteil so, dass die eBooks aus der heutigen Gesellschaft gar nicht mehr wegzudenken sind. Ein Trend, auf den auch Büchereien mehr und mehr aufspringen.

Nun ist ja die Bibliothek der Schloss-Stadt seit Ende 2015 auch Teil der Bergischen Onleihe - rund 10.000 Medien können von allen registrierten Bibliotheksnutzern digital ausgeliehen werden, und das rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr. Das war für den Freundeskreis der Stadtbibliothek Grund genug, den gestrigen "Weltbuchtag" unter das Motto "Elektronische Medien und eBook-Reader" zu stellen. Zwischen 10 und 14 Uhr standen die Bibliotheksmitarbeiterinnen sowie Mitglieder der Freundeskreises den interessierten Bibliotheksnutzern Rede und Antwort bei allen Fragen rund ums elektronische Lesen.

Dazu gab es von Freundeskreis-Mitglied Joachim Kutzner einen Vortrag zum Thema. Darin ging es vor allem um die Geschichte des elektronischen Lesegeräts, des sogenannten eBook-Readers: "Der ist nämlich gar nicht einmal so neuartig, wie man vielleicht meinen möchte", erklärte Kutzner. So seien die ersten Geräte bereits vor 25 Jahren in Japan auf den Markt gekommen. "Der Sony Data Discman sah ungefähr aus wie eine Diskette und hatte ein wirklich sehr kleines Display mit nur wenigen Zeilen. Da war das digitale Lesen noch sehr mühselig", sagte Kutzner schmunzelnd. Das sei noch meilenweit entfernt gewesen vom heutigen Hightech.

Außerdem ging es in Kutzners Vortrag um Rechte und den Rechteschutz bei elektronischen Medien sowie um eine Gegenüberstellung der geschlossenen Formate, die etwa Amazon oder Apple anbieten, und der freien Systeme, etwa von Tolino.

In erster Linie stand jedoch die Beratung im Mittelpunkt der vierstündigen Freundeskreis-Aktion am Samstag. Schließlich ist nicht ein jeder geübt im Umgang mit der digitalen Technik, und auch der Zugang zur Onleihe erklärt sich nicht jedem direkt. So war etwa Brigitte de Buhr gekommen, die zwar schon länger ein Tablet besitzt, im Bezug auf die Bedienung aber auf Hilfe angewiesen ist: "Die Onleihe ist einfach praktisch. Ich lese gerne historische Romane. Die sind ja meist so dick, da ist ein eBook schon besser", sagte die Hückeswagenerin. Zwar sei die Atmosphäre der Bibliothek mit den zahlreichen Ecken, in die man sich zurückziehen könne, sehr schön. Aber Brigitte de Buhr freute sich bereits auf die winkende Unabhängigkeit: "Beim Ausleihen genauso wie beim Zurückgeben der Medien", betonte sie.

Zu gewinnen gab es am Bücher-Feiertag in der Stadtbibliothek übrigens auch etwas: "Die Firma Pflitsch hat uns einen nagelneuen Tolino-eBook-Reader gestiftet, der sogar mit in die Badewanne darf", berichtet Freundeskreis-Vorsitzender Dr. Rainer Hartmann. Die Besucher konnten Lose kaufen, zum Ende der Veranstaltung wurde das Gerät dann verlost: Es war Edith Gerhards, die sich über ihren neuen eBook-Reader freute.

Quelle: RP
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