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Bergisches Land
85-jähriger Angler ertrinkt in Wupper-Talsperre

Taucher suchen in Wupper-Talsperre nach Vermisstem
Zwei Polizisten stehen neben dem leeren Kanu des Mannes. FOTO: Karsten, Heike
Remscheid/Hückeswagen. Ein Großaufgebot von Rettungskräften hat am Mittwoch in der Wupper-Talsperre nahe Haus Hammerstein nach einem vermissten Senior gesucht. Am frühen Abend wurde der Mann von Tauchern unter Wasser gefunden. Alle Reanimierungsversuche scheiterten. Was war passiert? Von Stephan Büllesbach und Sebastian Fuhrmann

Als die Rettungskräfte den Mann aus Remscheid gegen 17.10 Uhr entdeckten, trieb er leblos dreieinhalb Meter unter Wasser. Die Einsatzkräfte versuchten, den Mann zu reanimieren. Ein Rettungswagen brachte den 85-Jährigen in das Sana-Klinikum nach Remscheid. Die Reanimierungsversuche blieben ohne Erfolg.

Zwei Angler hatten am Mittwochnachmittag gegen 15.15 Uhr die Rettungsleitstelle alarmiert und berichtet, dass ein Mann mit einem Kanu in Richtung Staumauer in Remscheid unterwegs gewesen, er aber plötzlich verschwunden sei. Das Kanu treibe auf der Talsperre.

Ein Großaufgebot der Feuerwehr, DLRG und Rettungstauchern rückte aus, um nach dem Mann zu suchen. Am Ufer gegenüber von Haus Hammerstein fanden Helfer die Kleidung des Mannes.

Offenbar war er dorthin gefahren, um zu angeln. Dabei hatten ihn Zeugen beobachtet. Die Polizei vermutet, dass das Kanu des Mannes abtrieb, er sich am Ufer auszog, um es einzuholen und dabei in Not geriet. Nach Angaben der Polizei soll der Mann 35 Meter hinausgeschwommen sein und noch um Hilfe gerufen haben. Dann ging er unter.

Mann war erfahrener Angler

Der 85-Jährige, so berichteten es die Angler, die das leere Kanu meldeten, sei fast täglich auf der Wupper-Talsperre unterwegs gewesen, um zu angeln.

An dem Einsatz waren neben der Polizei, den Tauchern und Rettungssanitätern aus Remscheid und des Oberbergischen Kreises auch die Feuerwehren aus Hückeswagen und Remscheid sowie die DLRG-Ortsgruppen aus der Schloss-Stadt, Radevormwald, Marienheide und Wermelskirchen beteiligt, die mit einer Wärmebildkamera angereist waren. Über der Talsperre kreiste ein Hubschrauber.

Im Einsatz waren zwei Hochwasserboote, ein Rettungsboot, drei Taucher aus Radevormwald und zwei Taucher der Berufsfeuerwehr Köln.

Die Kriminalpolizei ermittelt zu dem Vorfall.