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Tausch von Straße und Parkstreifen macht Sinn

Tausch von Straße und Parkstreifen macht Sinn
FOTO: Moll Jürgen
Hückeswagen. Es wird Zeit, dass sich am Beverdamm etwas tut. Daher ist es richtig, dass der Kreis den Umbau der K 5 in diesem Bereich wenigsten in diesem Teilstück auf kommendes Jahr vorziehen will (wenn die Politik dem denn zustimmt). Es ist wahrscheinlich großes Glück, dass es an heißen Wochenenden zwischen Beverdamm und Oberlangenberg noch nicht zu schwerwiegenden Unfällen gekommen ist.

Mehrere Gründe sprächen eigentlich dafür: Zum einen halten sich die wenigstens Motorrad- und (!) Autofahrer ans Tempolimit von maximal 50 Kilometern in der Stunde, zum anderen wird kreuz und quer über die Fahrbahn gelaufen. (Wobei selbst Tempo 50 mitunter schon zu schnell ist.) Zudem werden immer wieder unbedacht Schlauchboote oder Luftmatratzen unter der Leitplanke auf die Straße geschoben - eine riesige Gefahr für Motorradfahrer, für die diese Freizeitaccessoires eine Sturzgefahr bedeuten. Auch sitzen ständig vor allem die Biker auf der Leitplanke am Beverdamm, wobei ihre Füße in die Fahrbahn hineinragen.

Somit wäre es sinnvoll, den Parkstreifen direkt an den Rand oberhalb der Talsperre und die Fahrbahn Richtung Böschung zu verlegen. Dann könnten die Badegäste das Beverufer erreichen, ohne die gerade an heißen Tagen vielbefahrene Straße überqueren zu müssen. Dass auch dann immer noch Menschen auf der Fahrbahn herumlaufen werden, ist zu vermuten. Ans Händchen nehmen kann der Kreis die Unvorsichtigen jedoch nicht. Die Erwachsenen müssen schon auf sich selber und die Kinder achten. Gut zu wissen ist, dass die Uneinsichtigen unter den Motorradfahrern innerhalb der Bikerszene nicht wirklich gelitten sind. Aufgabe der Vernünftigen ist es jetzt, sie vom Beverdamm und dem Bikertreff fernzuhalten - das gilt im Übrigen auch für die Fahrer von Sport- und aufgemotzten Wagen. Was soll eigentlich dieses pubertäre Verhalten, mit PS-Stärke um Aufmerksamkeit zu heischen? Es gibt Auto- und Motorradfahrer gleichermaßen, die mit Höchstgeschwindigkeit oder durchdrehenden Rädern bei den Zuschauern an der Bever Eindruck schinden wollen. Dabei machen sie sich nur lächerlich. Genau das ist es, was ihnen die unfreiwilligen Zuschauer dieser blödsinnigen Einlagen klar machen müssen - dass ihr Verhalten kindisch und dumm ist und dass sie an der Bever nichts zu suchen haben.

Selbst die Betreiber der beiden Buden könnten ihren Beitrag dazu leisten, solche Unbelehrbaren zu vergrätzen - sie müssen sich einfach nur weigern, diese Typen zu bedienen und ihnen dadurch deutlich machen, dass sie nicht willkommen sind. Woanders hat so etwas schon bestens funktioniert.

stephan.buellesbach@bergische-morgenpost.de

Quelle: RP
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