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Hückeswagen
Tipp: Altersvorsorge früh anpacken

Hückeswagen. Viele junge Erwachsene haben ihre Berufsausbildung begonnen und stehen vor der Frage ihrer Vorsorge fürs Alter. Dabei lautet die Devise: "Vorsorgen und sich Optionen offen halten", sagt ein Sprecher des Bezirks Bergisch-Land im Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK). "Die spätere Rente ist für einen 16- bis 25Jährigen noch sehr weit hin", heißt es weiter in einer Pressemitteilung. "Es lohnt sich dennoch, etwas aufzubauen, da man sich ohne großen Aufwand bereits jetzt günstige Konditionen sichern kann." Junge Erwachsene sollten drei Tipps beherzigen.

Berufsunfähigkeitsversicherung Zunächst ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) viel wichtiger als "Geld für später", da die gesetzliche Sozialversicherung in den ersten Jahren nur dann eine sehr kleine Erwerbsminderungsrente zahlt, wenn das Ende des Erwerbslebens durch einen Arbeitsunfall oder eine Berufskrankheit (etwa eine Allergie) erzwungen wurde. Weil sich eine BU aber am derzeitigen Einkommen orientiert, bekommen viele in der Berufsausbildung nur eine Police mit einer niedrigen BU-Rente von wenigen hundert Euro. Daher sollte im Vertrag eine Nachversicherungsgarantie festgeschrieben werden, meinen die Versicherungskaufleute. "Damit kann später ohne erneute Gesundheitsprüfung die BU-Leistung an das Einkommen angepasst werden."

Grundzulage "Unbedingt die Grundzulage von 154 Euro pro Jahr mitnehmen, die es vom Staat für die Riester-Vorsorge gibt", lautet die Empfehlung in der Pressemitteilung. Voraussetzung ist jedoch, dass jährlich vier Prozent des Vorjahresbruttoeinkommens abzüglich der staatlichen Zulagen in den Riestervertrag eingezahlt werden, um die volle Förderung zu bekommen. Mit dem neuen "Berufseinsteiger-Bonus" stockt der Staat zudem für alle Riester-Sparer unter 25 Jahren das private Rentenkonto kräftig auf. Maximal 200 Euro erhält im Folgejahr einmalig ausgezahlt, wer dieses Jahr noch einen Riester-Vertrag abschließt. Für Studenten gilt dabei: Sie müssen ein rentenversicherungspflichtiges Einkommen haben, wenn Sie "riestern" wollen. Die Hürde ist jedoch nicht sehr hoch, denn sogenannte Minijobs können auch darunter zählen.

Betriebsrente Auszubildende sollten sich früh nach Möglichkeiten für eine Betriebsrente erkundigen, die aus Brutto-Gehaltsanteilen gespeist wird. Auch hier winkt ein doppelter Vorteil: Die Beiträge dazu werden aus den Brutto-Gehaltsanteilen gespeist und bauen nicht nur schon eine Altersvorsorge auf, sondern mindern schon heute die gesetzliche Abgabenbelastung. Doch nicht nur die Altersvorsorge kommt auf Azubis und Studenten zu. Auch die private Haftpflichtversicherung, die für Schäden einspringt, die man ungewollt anderen zugefügt hat, sollte geklärt werden. "Doch meist gelten die wichtigsten elterlichen Versicherungsverträge zunächst für junge Erwachsene weiter", so die Versicherungskaufleute. "Das ist zumindest bei der Haftpflicht- und Hausratversicherung so." Erst mit dem Ende der ersten Ausbildung (Studium, Lehre) oder mit einer Heirat ist der Vertrag der Eltern nicht mehr für die Kinder zuständig.

(BM)
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