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Hückeswagen
Tödlicher Unfall - Polizei schaltet Experten ein

Hückeswagen: Tödlicher Unfall - Polizei schaltet Experten ein
FOTO: St. Büllesbach
Hückeswagen. Warum hatte es bei der Hebehydraulik eines Container-Lkws einen Druckabfall gegeben? Hat die Technik versagt? Oder handelte es sich bei dem Betriebsunfall am Mittwochnachmittag, bei dem ein 48-jähriger Mitarbeiter aus Ratingen getötet und sein 45-jähriger Kollege aus Gummersbach schwer verletzt worden war, um menschliches Versagen? Diese Fragen versuchen derzeit Kriminalpolizei und das Amt für Arbeitsschutz zu klären.

Gegen 16 Uhr hatte es auf dem Gelände des Entsorgungsbetriebs Bacher an der Industriestraße einen schweren Unfall gegeben: Bei Reparaturarbeiten war plötzlich der Hebehaken, mit dem der Container auf der Ladefläche bewegt wird, herabgesackt und hatte den 45-Jährigen am Kopf getroffen und schwer verletzt und den 48-Jährigen eingeklemmt, so dass er noch an der Unfallstelle starb (die BM berichtete.)

"Aus polizeilicher Sicht muss geklärt werden, ob Fremdverschulden ausgeschlossen werden kann", erläuterte gestern Polizei-Sprecherin Monika Treutler auf Anfrage unserer Redaktion. Die Mitarbeiter des Amts für Arbeitsschutz, die am späten Mittwochnachmittag ebenfalls an der Unfallstelle in Wiehagen eingetroffen waren, versuchen zu klären, ob bei den Reparaturarbeiten alle Richtlinien des Arbeitsschutzes eingehalten worden sind.

Polizei und Staatsanwaltschaft haben inzwischen einen Sachverständigen eingeschaltet, der sich den Lkw und den Hebehaken anschauen soll. Er wird heute auf dem Gelände des Wiehagener Entsorgungsbetriebs erwartet.

Antworten auf die Fragen erwarten Polizei und Bezirksregierung, der das Amt für Arbeitsschutz angegliedert ist, erst in den nächsten Tagen. Der Entsorgungsbetrieb nahm gestern die Arbeit wieder auf.

(büba)
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