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Hückeswagen
Tourismus im Bergischen Land forcieren

Hückeswagen: Tourismus im Bergischen Land forcieren
Die Balkantrasse hat sich zu einer touristischen Attraktion gemausert. Radfahrer, Wanderer, Spaziergänger und Jogger nutzen den asphaltierten Weg, der jenseits der Hauptstraßen verläuft. FOTO: Teifel (Archiv)
Hückeswagen. Das Bergische Land kann touristisch mit einem großen Pfund wuchern: viel Natur. Dieses Potenzial gilt es zu vermarkten. Von Joachim Rüttgen

Mehr Austausch, mehr Kooperation, mehr Ziehen an einem Strang - das versprachen die touristischen Akteure aus dem Bergischen Land einander. Anlass für diese Willensbekundung war ein Treffen der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft Bergisch Land (KAG), das sich den touristischen Potenzialen des Bergischen widmete.

Das, was das Bergische zu bieten hat, liegt genau im Trend. So ist es naheliegend, die Möglichkeiten für den Tourismus in der Region mit vereinten Kräften auszuschöpfen. 85 Prozent der Menschen bundesweit geben an, in der in der Natur glücklich zu sein, und bei 71 Prozent ist Landschaft ein Interessensschwerpunkt im Urlaub, sagt Prof. Dr. Hartmut Rein, Geschäftsführer der BTE-Tourismus- und Regionalberatung in Berlin. Dass Natur so deutlich in den Fokus der Urlauber geraten ist, hat auch einen Grund: Menschen suchten heutzutage in Zeiten von Schnelllebigkeit, Komplexität, medial-technischer Überfrachtung nach einem Ausgleich: relaxen, Ursprünglichkeit, Entschleunigung - das sind die Werte, die Menschen seit ein paar Jahren für sich entdeckt haben, sagte Rein.

Das Bergische Land mit seinem Naturerlebnis, mit seinen Angeboten, wandernd und radelnd Landschaft zu erleben, kommt den Ansprüchen gestresster Menschen entgegen. Zudem leben im Umkreis von 1,5 Fahrtstunden zehn Millionen Menschen, die für Kurztrips in die Natur-Region vor ihrer Haustür reisen können - ein großer Markt, auf den sich die Region mit guten, erlebnisreichen Angeboten, mit viel Service und Qualität sowie professioneller Vermarktung vorbereiten muss und vor allen Dingen mit einer profilierten Botschaft, die bildhaft das typische, unverwechselbare Erlebnis der Region kommuniziert.

Ein Grundstock ist in der Region zwischen Velbert und Nümbrecht bereits mit einigen Angeboten gelegt: So durchziehen die Bergischen Panorama-Radwege auf umgebauten Bahntrassen als Wegenetz die Region und sind zudem an überregionale Radwege angebunden. Die Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft betreut die Geschäftsstelle, die dazu eine Markenstrategie entwickelt. Zum anderen durchlaufen die Region "Der Bergische" und "Der Bergische Panoramaradweg" als Qualitätswanderwege von 260 und 244 Kilometer Länge, sie werden von der Naturarena Bergisches Land vermarktet. Und zum dritten betreut der Zweckverband Naturpark Bergisches Land erfolgreich den gleichnamigen Park zum Erhalt von Biodiversität und Natur, aber auch, um Menschen die Möglichkeit zu ge-ben, Natur zu erleben.

All diese Aktivitäten noch stärker miteinander zu verzahnen, zusammen ein profiliertes Bild von der Region zu formen und nach außen zu tragen, gemeinsame Produkte definieren, einer gemeinsamen Strategie zuarbeiten - all das verabredeten die Institutionen, die den Tourismus im Bergischen voranbringen, auf dem KAG-Forum miteinander.

Die KAG wurde als politische Interessenvertretung der Region Bergisch Land bereits vor mehr als 60 Jahren gegründet. Dazu gehören die Städte Remscheid, Solingen und Wuppertal, Leverkusen, der Kreis Mettmann, der Oberbergische Kreis und der Rheinisch-Bergische Kreis. Gastmitglied ist die Stadt Düsseldorf. Der Grundgedanke: Sich gemeinsam als Region sichtbarer machen gegenüber Bund und Land sowie im Wettstreit der angrenzenden Ballungsräume.

Die Geschäftsführung der KAG liegt bei der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft. www.kag-bergisch-land.de

Quelle: RP
 
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