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Kultur-Haus Zach
Trio "Ballad Of Crows" punktet mit leisen Tönen

Hückeswagen. Alles andere als Krähengeschrei war am Freitagabend aus dem mit 30 Besuchern recht gut besuchten Kultur-Haus Zach zu vernehmen. Nicht einmal balladesk-leises, wenn das denn möglich ist.

Das Trio "Ballad Of Crows" um die beiden schottischen Musiker Steve Crawford (Gitarre, Gesang) und Pete Coutts (Gitarre, Mandoline, Gesang), ergänzt um den deutschen Musiker Salossi (Gitarre, Fiddle, Harmonika, Gesang), hatte sich vielmehr den leisen, warmen und ohrenschmeichelnden Tönen verschrieben. Und kam damit beim Hückeswagener Publikum sehr gut an.

Zuerst standen jedoch fünf Musiker auf der Bühne, da sich die Band um den oberbergischen Songwriter Alex Panter plus Begleitung verstärkt hatte. Eine tolle Einstimmung auf den folgenden Konzertabend.

Den weiteren Konzertverlauf bestritt das Trio dann wieder alleine. Das wesentliche Merkmal war dabei der hervorragende mehrstimmige Gesang, der nicht nur glockenklar erklang, sondern auch noch mit jeder Menge Leidenschaft kräftig dargeboten wurde. Es war im positiven Sinne völlig unaufgeregte Musik, in sich ruhend und der Seele wohltuend. Das mochte vielleicht an der schottischen Herkunft liegen, schließlich ist der Schotte vom Temperament her ja nicht gerade als klassischer Südländer bekannt. . .

"Ballad Of Crows" präsentierte vor allem eigene Songs, die aber ganz in der Tradition klassischer Folk-Sänger und Songwriter standen. Etwa "Empty Skies", das von Sänger Steve Crawford als "Rant" - also als "Gemecker" oder Protestsong - angekündigt wurde. Der war dann zwar leidenschaftlich, aber eben auch wohltuend für die Ohren.

Die Fiddle von Salossi, der viele Jahre mit der Straßenmusik-Legende "Klaus, der Geiger" zusammengearbeitet hatte, gab dem Ganzen immer wieder eine ganz besondere musikalische Note. Und spontan waren die drei Musiker auch: Als Crawford beim Anstimmen von "Over The Hill" gleich zu Beginn eine Saite riss, überbrückten die Kollegen die Pause damit, das Publikum auf den im Song enthaltenen Mitsingteil einzustimmen: "Bisher hält den Rekord das Publikum in Hülsenbusch. Ihr könnt ihn heute brechen", sagte Salossi schmunzelnd. Und als die Gitarre gerichtet war, legten sich die Hückeswagener tatsächlich ordentlich ins Zeug. Dennoch war's insgesamt ein Punktsieg für die leiseren Töne.

(wow)
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