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Hückeswagen
Trödelspaß, Tauschbörse, Schnäppchen

Hückeswagen. Der erste Trödelmarkt in der Runkelsiedlung in Kleineichen war ein großer Erfolg. 18 Marktstände und einige verstreute Kindertrödeldecken verwandelten die Jung-Stilling-Straße in eine Schnäppchenmeile. Eine tolle Nachbarschaftsaktion.

Die Trödlerfamilien der "Runkelsiedlung" Kleineichen waren über die ansprechende Gestaltung des kleinen Marktplatzes an der Jung-Stilling-Straße selbst angenehm überrascht. "Sieht ja aus wie ein Miniatur-Altstadtfest", freute sich Marcus Panitz über das kunterbunte Treiben auf dem Garagenhof. Bohrmaschinen, Schlauchboote, Grünpflanzen und Fußballtrikots fanden schnell neue stolze Eigentümer.

"Wenn Nachbarschaft ein bisschen zusammenrückt, dann lassen sich mit Hilfe einiger engagierter Familien wirkungsvolle Gemeinschaftsaktionen auf die Beine bringen". Das stellten Shirley Finster und Roland Kissau bereits vor einigen Wochen fest, als die Planung für den ersten Trödelmarkt in der "Runkelsiedlung" feste Formen annahm. 18 Marktstände und einige verstreute Kindertrödeldecken verwandelten die Jung-Stilling-Straße am Samstag in eine bunte Schnäppchenmeile. Natascha Marczuk erstand ein neues Outfit mit gebrauchter Markenkleidung. "Die Sachen wirken alle sehr gepflegt. Es ist deutlich, dass die Leute darauf achten, keinen Ramsch anzubieten", sagte die Besucherin.

Beim ersten "Runkelmarkt" fand mancherorts auch eher eine "Güterumverteilung von Keller zu Keller statt", bemerkten einige Aussteller. Nachbarn unter sich tauschten gern einfach mal ein Gläschen Sekt gegen einen Kerzenhalter, ein T-Shirt gegen Modeschmuck oder einen Fußball gegen einen Schraubenzieher.

Für die Besucher bedeutete der kleine feine Siedlungsmarkt eine entspannte Einkaufsabwechslung. "Es ist einfach nett, hier mit den Leuten bei einer Tasse Kaffee locker ins Gespräch zu kommen und bei der Gelegenheit noch eine hübsche neue Armbanduhr zu ergattern", sagte Natascha Marczuk.

Die Idee zum ersten "Runkelmarkt" kam von Anwohnerin Silke Tscheschlog. "Unser Keller steht voll mit ausrangierten Dingen. Deshalb fragte ich einige Nachbarn, ob sie uns bei einem Garagentrödel vielleicht Gesellschaft leisten wollten". Die Resonanz war überraschend groß. Schließlich meldeten sich genug Standbetreiber an, um in der Siedlung einen richtigen kleinen Marktplatz zu gestalten. Einen regelrechten Besucheransturm mit neugierigen Gästen gab es in den Vormittagsstunden. "Es ist toll, dass Nachbarschaftsgemeinschaft eine solche Aktion zustande bringt", lobte Mitorganisatorin Susanne Dormeier das bunte Treiben. Ein bisschen Umsatz wurde sicher auch gemacht. "Aber es ging doch gar nicht um das Geldverdienen", sagte Roland Kissau. "Der Spaß an der Sache brachte uns viel mehr Gewinn als der Verkauf".

Für Hobbygärtnerin Pia Gräbner erwies sich der Siedlungsmarkt als gute Gelegenheit zum Verkauf vieler selbst gezogener Gartenpflanzen. "Die Leute kaufen selten nur einen Blumentopf, und außerdem tauschen wir uns gerne über Pflege und Hege der Pflanzenarten aus", sagte sie. Für sie und alle anderen Standbetreiber des "Runkelmarktes" stand am Ende fest: "Wenn es im nächsten Sommer wieder einen Markt gibt, dann sind wir auch wieder dabei. Es war einfach ein riesiges Vergnügen für alle Beteiligten".

Ein plötzlicher Platzregen gegen 16 Uhr trübte zwar nicht die Laune der Kleineichener, dafür aber den Zustrom fremder Besucher. Deshalb wurden die Pavillons und Markttische zu einer gemütlichen Festtafel zusammengeschoben. Bei Grillwurst und Kaltgetränken rutschten alle Standleute gern noch ein bisschen näher zusammen, um ihre Eindrücke des ersten "Runkelmarktes" auszutauschen.

(BM)
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