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Hückeswagen
Umbau Etapler Platz erst 2017

Hückeswagen. Auf einen neugestalteten Etapler Platz müssen die Hückeswagener nun noch etwa ein Jahr warten. Denn die Bauarbeiten werden aufs Frühjahr 2017 verschoben; nach Ostern soll's losgehen. Darauf verständigten sich gestern alle Beteiligten. Von Stephan Büllesbach

56 breite Parkplätze, Stellflächen für 17 Fahrräder, eine Ladestation für E-Bikes und eine kleine Rad-Werkstatt, dazu ein leicht erhöhter Fußgängerweg quer über den Platz, neue Bäume, ein Spielgerät und Sitzbänke - so soll sich der neue Etapler Platz einmal präsentieren. In Optimalfall hätten die Hückeswagener und auswärtigen Besucher sich von diesen Zustand bereits zum Schützenfest am letzten Juli-Wochenende ein Bild machen können. Denn eigentlich sollte nach Ostern mit dem Umbau begonnen werden. Doch bislang ist kein einziger Pflasterstein bewegt worden. Vielmehr einigten sich Stadtverwaltung und Werbegemeinschaft mit dem Investor des Neubaus, Martin Schommer, auf eine Verschiebung der Arbeiten um ein Jahr. Das teilte Bürgermeister Dietmar Persian gestern mit.

Mehrere Unwägbarkeiten sind Schuld daran, dass mit den Bauarbeiten am Etapler Platz noch nicht begonnen werden konnten. Darauf verwiesen gestern Persian und Schommer. Zum einen hat der langanhaltende Winter dafür gesorgt, dass die Verbindung der Tiefgaragen unter dem Rewe-Markt und dem Neubau noch nicht beendet wurden - für die Abdichtung war es einfach zu lange zu nass. Zum anderen hatte es im Dezember einen Unfall gegeben, bei dem ein Verantwortlicher für den Neubau schwer verletzt worden war (er befindet sich inzwischen auf dem Weg der Besserung). Persian: "Wer selbst gebaut hat, weiß, dass nicht immer alles so läuft, wie man das geplant hat." Und Schommer betonte: "Der Baubeginn für die Umgestaltung des Etapler Platzes nach Ostern war schon ein sehr ambitioniertes Ziel."

Eine Alternative wäre gewesen, im August - direkt nach dem Schützenfest - mit dem Umbau zu beginnen. Allerdings befürchteten die hiesigen Händler, dass sich diese Arbeiten ebenfalls verzögern und dann das wichtige Weihnachtsgeschäft beeinträchtigen. Daher einigten sich gestern alle darauf, die Umgestaltung um ein Jahr zu verschieben: "Nach Ostern 2017 soll's losgehen", sagte Persian. "Und wir hoffen, bis spätestens zum Schützenfest im Juli 2017 fertig zu sein."

Das habe dann den Vorteil, dass sich die Kunden an die neue Parkmöglichkeit gewöhnt hätten: die Tiefgarage mit rund 145 Stellplätzen. Außerdem gebe es 2017 voraussichtlich keine Kollision mit einer anderen Baustelle. Das sieht momentan anders aus: Die Fahrbahn der B 237 wird saniert, im Island werden neue Versorgungsleitungen verlegt, und in den Sommerferien könnte mit dem Bau des Wiehagener Kreisels begonnen werden.

"Wir sind uns einig, dass die Verschiebung die beste Lösung ist", betonte der Bürgermeister. Dem stimmte Ute Seemann, Sprecherin der Werbegemeinschaft, zu: "Wir sind zufrieden damit." Ihr Kollege Uwe Heinhaus sagte: "Wir brauchen eine Beruhigung auf dem Etapler Platz." Und mit Blick auf "deutliche Umsatzeinbußen" sagte er: "Das Ganze hat Spuren hinterlassen." So seien vor allem viele Auswärtige nicht mehr gekommen.

Für Schommer wäre es einfacher gewesen, den Umbau jetzt anzugehen, anstatt im nächsten Jahr wieder mit den Maschinen anzurücken. Dennoch hält er die Einigung für ein gutes Zeichen. "Zeigt sie doch, dass hier alle an einem Strang ziehen."

Quelle: RP
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