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Hückeswagen
Umbau Etapler Platz erst ab August?

Hückeswagen: Umbau Etapler Platz erst ab August?
Noch hat sich nichts am Etapler Platz geändert, dabei sollte längst mit dessen Umbau begonnen worden sein. Nach den Verzögerungen am Neubau verschieben sich nun auch die Arbeiten am Etapler Platz - vielleicht sogar bis in den Herbst hinein. FOTO: Hertgen
Hückeswagen. Eigentlich sollte direkt nach Ostern mit der Umgestaltung des Etapler Platzes begonnen werden, damit die Fläche rechtzeitig zum Schützenfest-Auftakt am 22. Juli fertig ist. Doch bis zum Baustart werden wohl noch Wochen vergehen. Von Stephan Büllesbach

Die gute Nachricht: Die Verbindung zwischen Etapler und Bahnhofsplatz wird voraussichtlich in den kommenden 14 Tagen zumindest für Fußgänger wieder geöffnet. Das bestätigt Hardy Dresbach, Bauleiter des Wiehler Ingenieurbüros Donner + Mahrenbach, auf Anfrage. Die schlechte: Der Beginn der Umgestaltung des Etapler Platzes, mit der direkt nach Ostern begonnen werden sollte, verzögert sich weiter. Vielleicht startet die Neugestaltung Ende Mai, eine Option ist aber auch ein Baubeginn nach dem Schützenfest, also ab August. Das bestätigt Martin Schommer, der Vater des gleichnamigen Investors, im Gespräch mit der BM.

Sollte Letzteres wirklich Realität werden, stieße das auf großes Unbehagen beim Handel. So befürchtet Uwe Heinhaus, Sprecher der Werbegemeinschaft, "dass wir dann zum Weihnachtsgeschäft eine riesige Baustelle vor der Tür haben". Sollten die Umbauarbeiten tatsächlich erst im August starten, wären es immerhin noch drei Monate bis November, dem Start des Weihnachtsgeschäfts, und damit ausreichend Zeit für die Fertigstellung des Etapler Platzes. "Wenn alles rund läuft, ist es ja gut", sagt Heinhaus. "Es läuft aber nicht alles rund!"

Damit meint er nicht nur die Verzögerungen bei der Fertigstellung des Neubaus am Etapler Platz, der schon Wochen hinter dem eigentlichen Plan ist. Vor allem kritisiert der Sprecher der Werbegemeinschaft die problematische Kommunikation mit dem Investor. "Wir warten seit vier Wochen auf ein Gespräch mit Martin Schommer", berichtet Heinhaus. Jetzt habe der Handel bei der Stadt Druck gemacht.

Bei der Verwaltung weiß man um die Probleme. "Es gibt in der Tat Verzögerungen", bestätigt Bürgermeister Dietmar Persian. Aber mit dem Investor sei man im Austausch. "Wir haben ein Interesse daran, dass der Umbau schnellstmöglich beginnt", versichert Persian. Auch er sei unzufrieden mit der jetzigen Situation. "Das ist der Bauherr aber auch, denn das kostet ihn Geld", betont er. Persian zeigt aber auch Verständnis für die Befürchtungen des Handels. Letztlich sei das Schützenfest ein Fixpunkt der Überlegungen.

Im Gespräch mit unserer Redaktion gibt Martin Schommer sr. - sein Sohn ist zurzeit gesundheitlich angeschlagen - die Planungen für die nächsten Schritte bekannt. Bis zum Start der Bierbörse am 5. Mai soll das Tunnelbauwerk, das die Tiefgaragen unter dem Rewe-Markt und den Neubau verbindet, abgedichtet sein und zugeschüttet werden. Dann wird darauf eine provisorische Asphaltdecke aufgetragen. Die wird dann wieder entfernt, wenn die Durchfahrt im Zuge der Neugestaltung des Etapler Platzes ebenfalls gepflastert wird. "Dafür muss die Durchfahrt dann noch einmal gesperrt werden", sagt Schommer.

Anfang Juni soll die Außenwand des Rewe-Markts abgerissen werden; im Inneren wird bis dahin eine Ersatzwand entstehen. Auf dem Fundament der Außenwand wird dann die neue Wand errichtet, bis dahin werden Absperrungen aufgestellt.

Vielleicht noch diese Woche, sonst aber in der nächsten soll die Entscheidung fallen, wann Baubeginn der Neugestaltung des Etapler Platzes sein wird. Schommer: "Wir müssen die Prioritäten betrachten: Welche Interessen sind am wichtigsten?" Danach richtet es sich, ob die Bagger noch Ende Mai anrollen "und die Arbeiten dann durchgezogen werden" (und wohl auch den Schützenfest-Termin 22. bis 25. Juli tangieren). Oder ob erst danach, also frühestens Anfang August, begonnen wird. Schützenchef Stefan Lorse sieht mögliche Bauarbeiten zum Schützenfest gelassen: "Uns ist zugesagt worden, dass in einem solchen Fall der Platz so weit hergerichtet wird, dass wir ihn nutzen können."

Der Umbau ist gebunden an den Neubau. "Der neuralgische Punkt ist der Verbindungstunnel der Tiefgarage", erläutert Schommer. Die Verzögerungen seien auf das "unheimlich schlechte Wetter über Wochen" zurückzuführen. Denn der Tunnel habe nur bei Plusgraden isoliert und abgedichtet werden können. Gleiches gelte für das Aufbringen des Putzes. Weil es aber lange Zeit sehr kalt und nass war, konnten die Gerüste noch nicht alle wieder abgebaut werden. Und weil sich all diese Arbeiten verzögerten, wird es auch noch einige Zeit mit dem Umbau des Etapler Platzes dauern.

Quelle: RP
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