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Hückeswagen
Umfrage zur Zukunft der Stadtbibliothek

Hückeswagen: Umfrage zur Zukunft der Stadtbibliothek
Beate Breidenbach, Leiterin der Hückeswagener Stadtbücherei, wünscht sich immer wieder Aufmerksamkeit für die wichtige Einrichtung an der Friedrichstraße und ein Bewusstsein für das vielfältige Angebot. FOTO: nico hertgen (archiv)
Hückeswagen. "Was für eine Bibliothek wünschen Sie sich?" Diese Frage stellen die Städte Hückeswagen und Wipperfürth ab sofort für vier Wochen allen Bürgern. Mitmachen können Interessierte online oder per Fragebogen, der öffentlich ausliegt. Von Joachim Rüttgen

Eins ist klar: Es geht um die Zukunftschancen für die Stadtbibliothek. Unter dem Motto "Was für eine Bibliothek wünschen Sie sich?" steht eine Umfrage der Städte Hückeswagen und Wipperfürth, die ab sofort im Internet freigeschaltet ist und die es auch auf Papier zum Ausfüllen gibt. Oder Interessierte scannen sich einen QR-Code auf ihr Smartphone, der auf vielen Plakaten in der Stadt steht - und schon werden sie zur Umfrage geleitet. Die Fragebögen wurden von Birgit Kult von Kalt Marketing Consulting aus Niederdahlhausen entwickelt und werden auch von ihr ausgewertet. Die Diplom-Wirtschaftsinformatikerin hat einen Fragebogen für Erwachsene und einen für Kinder bis elf Jahre entwickelt. Sie erhofft sich einen Rücklauf von bis zu 2000 Fragebögen in beiden Städten.

"Es geht uns um die Bedürfnisse der Bürger", sagte Bürgermeister Dietmar Persian gestern bei der Vorstellung der Umfrage. Die Idee zu der städteübergreifenden Initiative sei den Fraktionsvorsitzenden beider Kommunen bei einem Workshop im November 2015 im Haus Hammerstein gekommen. "Da haben wir gemerkt, dass sich beide auch Kooperationen vorstellen können", deutete Persian vorsichtig an. Obwohl die Hückeswagener Bücherei schon eine enorme Bandbreite an Angeboten mache, wolle man immer auch schauen, die Einrichtung noch attraktiver zu machen. Da seien die Wünsche der Nutzer und aller Bürger gefragt. Da sich die Schloss-Stadt im Haushaltssicherungskonzept befinde, gehe es immer auch um die Finanzen. "Und dieses Konzept weist eben auch aus, dass wir in diesem Bereich erheblich sparen müssen", sagte Persian. Dennoch gebe es das einhellige Bekenntnis der Politik, die Bücherei zu erhalten. In welcher Form das geschehen kann, auch dafür könnten die Umfrageergebnisse erste Erkenntnisse liefern.

"Bibliotheken verändern sich, das Leseverhalten verändert sich", sagte der Bürgermeister. Kollege Michael von Rekowski aus Wipperfürth ist gespannt auf die Ergebnisse, denn die würden auch zeigen, zu was die Nutzer der Büchereien in Zukunft bereit seien. "Im Idealfall geht es um prozessuale und wirtschaftliche Verbesserungen", sagte er. Beide Städte hätten im Zuge von "Shared Services" mit Blick auf Stadtarchiv, Bauhof und Stadtkasse schon gute Erfahrungen gemacht. Der zuständige Fachbereichsleiter im Hückeswagener Rathaus, Michael Kirch, möchte durch die Umfrage erfahren, wie Bibliothek in Zukunft in beiden Kommunen aussehen kann. "Wir machen die Umfrage völlig ergebnisoffen", sagte er.

Beide Büchereien arbeiten schon seit Jahren zusammen. So hat Wipperfürth den wesentlich höheren Medienetat und kann der Hückeswagener Einrichtung regelmäßig Hörbücher ausleihen, für die es in der Schloss-Stadt kaum Geld gibt. Auch bei Veranstaltungen gibt es Kooperationen.

Beate Breidenbach, Leiterin der Hückeswagener Bücherei, erhofft sich Aufmerksamkeit für die Bücherei, "denn es ist wichtig, dass sie erhalten bleibt", sagte sie. Stadtbibliotheken seien wichtige Anlaufstellen und heutzutage auch ein Standortvorteil, vor allem für Familien mit Kindern. Alle Beteiligten sind nun gespannt auf die Eindrücke, Meinungen und Ideen der Teilnehmer.

Quelle: RP
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