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Hückeswagen
Unfall auf B 506 - 16-Jähriger hatte keine Chance

Hückeswagen: Unfall auf B 506 - 16-Jähriger hatte keine Chance
Mit diesem Leichtkraftrad fuhr der junge Hückeswagener am Dienstagabend in einen Trecker-Anhänger - das Gespann war für ihn offenbar nicht zu sehen. FOTO: Polizei RBK
Hückeswagen. Der bei dem tödlichen Unfall am Dienstagabend auf der B506 getötete Jugendliche hatte Ermittlungsergebnissen der Polizei zu Folge keine Möglichkeit, zu überleben. Der Traktor-Anhänger, gegen den der junge Hückeswagener gefahren war, war wohl unbeleuchtet.  Von Stephan Büllesbach

Der normale Dienst der Jugendfeuerwehr am Mittwochabend fiel aus. Denn der 16-Jährige, der tags zuvor bei einem Unfall auf der B 506 in Kürten-Wolfsorth tödlich verunglückt war (die BM berichtete), war dort Mitglied. "Die Jugendlichen hatten stark mit ihren Emotionen zu kämpfen", erzählte gestern Jugendfeuerwehrwart Thomas Lemmen auf Anfrage unserer Redaktion. Betreut wurden sie an diesem Abend vom evangelischen Pfarrer Martin Haupt-Schott, der extra zum Dienstabend der Jugendfeuerwehr geeilt war, um ihnen beizustehen. "Es war gut, dass er da war", sagte Lemmen. Haupt-Schott habe das sehr professionell und gut gemacht.

Gegen 17.20 Uhr am Dienstag war der junge Hückeswagener mit seinem Leichtkraftrad auf der B 506 in Richtung Wipperfürth unterwegs gewesen, als er in der Kürtener Ortschaft Wolfsorth ein Auto überholt hatte. Beim Wiedereinscheren stieß das Bike gegen den Anhänger eines vorausfahrenden Traktors.

Der 16-Jährige hatte keine Chance, denn der Anhänger war wohl unbeleuchtet. Das jedenfalls haben nach BM-Informationen technische Untersuchungen der Polizei ergeben. So soll die Beleuchtung nicht funktioniert haben, so dass der Hückeswagener den Anhänger im Dunklen nicht erkennen konnte - zumal der sich genau zwischen zwei Straßenlaternen befand, so dass das landwirtschaftliche Gespann auch nicht von diesen beleuchtet wurde. Und auch die Rückleuchten des Traktors waren nicht zu erkennen, weil sie durch den großen Anhänger verdeckt wurden.

Besonders tragisch: Der 16-Jährige hatte nach Aussage von Thomas Lemmen gerade eine Ausbildung zum Landmaschinen-Mechaniker begonnen, offenbar bei einer Landmaschinen-Firma in Kürten-Neuensaal, nur etwa drei Kilometer von der Unglücksstelle entfernt. Der junge Hückeswagener war auf dem Heimweg, als er verunglückte.

Bürgermeister Dietmar Persian gedachte am Donnerstagabend zu Beginn der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses dem Verunglückten: "Der Junge war Mitglied in unserer Jugendfeuerwehr. Ich möchte vor allem der Familie, aber auch den Kindern und Jugendlichen in der Jugendfeuerwehr, die seine Freunde waren, im Namen der Stadt unser Mitgefühl aussprechen."

Die Trauer bei den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr ist groß, daher hat ihr Leiter den nächsten Dienstabend, der für kommenden Mittwoch vorgesehen war, bereits abgesagt. Zudem wollen die Jugendlichen ihrem Kameraden bei der Beerdigung die letzte Ehre erweisen. Diese ist für übernächste Woche vorgesehen; der Termin steht noch nicht fest.

Quelle: RP
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