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Hückeswagen
Verein "Lebendige Inklusion" erhält 120.000 Euro für Hofgemeinschaft

Hückeswagen: Verein "Lebendige Inklusion" erhält 120.000 Euro für Hofgemeinschaft
Ingo Müllers-Steins mit Bewohnerin Daniela Brunk und Hund Fryer vor der Scheune, die umgebaut werden soll. FOTO: nico Hertgen (archiv)
Hückeswagen. Die frohe Botschaft überbrachte der CDU-Landtagsabgeordnete Peter Biesenbach gestern Vormittag: "Der Stiftungsrat der Stiftung Wohlfahrtspflege hat dem Verein 'Lebendige Inklusion - Verein zur Förderung des Zusammenlebens von Menschen mit und ohne Behinderung' einen Zuschuss von 120.000 Euro gewährt für die Errichtung eines Gemeinschaftsbereiches", teilte Biesenbach der BM-Redaktion am Telefon mit. Von Joachim Rüttgen

Die Hofgemeinschaft Niederlangenberg ist ein Pilotprojekt für das Zusammenleben von Menschen ohne Hilfebedarf und Menschen mit geistigen Behinderungen. Derzeit ist es für diese Zielgruppe das einzige Wohnprojekt dieser Art und Größe in Nordrhein-Westfalen. "Wir bieten damit die Alternative zum klassischen Behindertenheim in einer Form der großfamilienähnlichen Lebensgemeinschaft auf dem Land", heißt es auf der Internetseite des Vereins.

Mit dem Standort an der Bever-Talsperre hätte der Verein einen gleichzeitig idyllischen und doch zentralen Ort im Bergischen gefunden. Für die Mitarbeiter bedeute das Wohnprojekt ein integriertes Lebenskonzept von Wohnen und Arbeiten in Gemeinschaft und in der Natur. Seit 2014 leben acht Menschen auf dem Hof, davon zwei Bewohner mit Betreuungsbedarf. Weiter ist der Umbau einer Scheune geplant, so dass insgesamt sieben Betreuungsplätze und bis zu sieben Mitarbeiterplätze entstehen. Für diesen Neubau sollen die Zuschüsse genutzt werden.

Die Nachricht über den Zuschuss von 120.000 Euro sorgte beim Vereinsvorsitzenden Ingo Müllers-Steins für große Freude. Aber dieser Zuschuss sei nur einer von drei Schritten hin zur Realisierung des Neubaus. Denn der Verein hat auch bei der "Aktion Mensch" (Antrag auf halbe Stelle für Aufbau eines ambulanten Betreuungsdienstes) und der "Stiftung Wohnhilfe" Zuschussanträge gestellt - und nur wenn alle drei gewährt werden, kann der Neubau überhaupt starten. "Die Wahrscheinlichkeit liegt zwar bei 99 Prozent, aber wir müssen bis März 2016 abwarten", sagte Müllers-Steins.

Der Neubau soll eine Million Euro kosten: 200.000 Euro hat das Bundesfamilienministerium bewilligt, mit den drei Zuschussanträgen kämen 500.000 Euro zusammen, den Rest würde die NRW-Bank zuschießen. Der Bauantrag ist bereits bewilligt. Für die Vorplanung und den Bauentwurf hat der Verein insgesamt 60.000 Euro investiert.

Kontakt E-Mail: info@lebendigeinklusion.de, Tel. 9359099.

Quelle: RP
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