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Hückeswagen
Verkehrssünder missachten bewusst die Regeln

Hückeswagen. Die Zahl der schweren Unfälle auf den Straßen außerorts der Städte im Oberbergischen bereitet der Polizei seit Jahren Sorgen. Gerade Hückeswagen und Radevormwald sind häufig betroffen. Das angekündigte spätsommerliche Wetter hatte sie daher zum Anlass genommen, um mit intensiven Geschwindigkeitskontrollen dem "Killer Nr. 1 auf unseren Straßen zu begegnen", sagte Polizei-Sprecherin Monika Treutler. In Hückeswagen wurde an der Kreisstraße 5 und nahe der Bever-Talsperre geblitzt. Bei den Motorradfahrern gab es 166 Geschwindigkeitsverstöße, wovon 24 zu Fahrverboten führten. Zudem waren 107 Autofahrer zu schnell, von denen bald zwei auf ihren Führerschein verzichten müssen.

Angesichts der vielen schweren Verkehrsunfälle am Wochenende - 17 Verunglückte, ein tödlich verletzter Motorradfahrer - stimmte es die Polizei fassungslos, "wie leichtfertig viele Verkehrsteilnehmer, insbesondere Motorradfahrer, ihr eigenes Leben, aber auch die Gesundheit anderer Verkehrsteilnehmer gefährden", betonte Treutler. Die Messungen hätten zum Teil haarsträubende Ergebnisse erbracht. "Die lassen sich mit Fahrlässigkeit allein nicht erklären." Auch die Äußerungen von so manchem ertappten Sünder ließen erkennen, dass Regeln bewusst missachtet und Strafen in Kauf genommen wurden.

Beim Fahndungs- und Kontrolltag am Montag wurden kreisweit 995 Fahrzeuge und 281 Personen überprüft. In 18 Fällen wurde mutmaßliches Diebesgut sichergestellt, zudem ging der Polizei eine Person ins Netz, die per Haftbefehl gesucht worden war. An der Kontrollstelle in Herweg fielen nur zwei Autofahrer auf, die nicht angeschnallt waren.

(büba)
 
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