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Hückeswagen
Viel Spaß beim "Schmidtsingabend" im Haus Zach

Hückeswagen. Der Samstagabend mochte grau und ungemütlich gewesen sein, eigentlich typisches Fernseh-und-Couch-Wetter. Dennoch waren knapp 30 "Schmidtsinger" ins Kultur-Haus Zach gekommen, um gemeinsam mit dem Kölner Liedermacher Andre Schmidt das eine oder andere Liedchen zu trällern: "Schmidtsingen", so lautete das wortspielerische Motto des Abends. Es hatte sich in der Schloss-Stadt wohl rumgesprochen, dass ein "Schmidtsingabend" so richtig viel Spaß macht. Denn die Stimmung im Saal war bestens, als Schmidt gegen 20 Uhr die Bühne betrat, sich seine Akustikgitarre umschnallte, sie kurz stimmte und dann mit einer Lobeshymne auf die Gesangsqualitäten der Hückeswagener bei seinem letzten Auftritt in der Schloss-Stadt in den Abend einstieg: "Die Messlatte liegt heute hoch für euch - beim letzten Mal war ich wirklich sehr beeindruckt." Von Wolfgang Weitzdörfer

Die Hückeswagener ließen sich nicht lumpen, sondern gingen gleich beim ersten Lied des Abends, "Heute hier, morgen dort" von Hannes Wader, direkt in die Vollen. Das hatte den ulkigen Effekt, dass Schmidt nur sporadisch das eine oder andere Wort ins Mikro zu singen brauchte. Das klang dann so, als würde die Technik dauernd ausfallen. Keine Frage, die Hückeswagener hatten richtig Lust aufs Singen. Dabei machte es keinen Unterschied, ob nun Songs der 70er wie "Wann wird's mal wieder richtig Sommer" vom unvergessenen Rudi Carrell, der 60er, wie Cliff Richards "Rote Lippen soll man küssen" oder der 80er, wie die NDW-Hits "Nur geträumt" (Nena), "Major Tom" (Peter Schilling) oder "Dein ist mein ganzes Herz" (Heinz Rudolf Kunze) angestimmt wurden. Die Sängerinnen und Sänger dieses enorm stimmgewaltigen Hobby-Chors hatten sich die von Schmidt ausgegebene Maxime für den Abend zu Herzen genommen: "Wir wollen vor allem eins: Spaß haben!"

Da wurde geschunkelt, geswingt und gesungen. Nachdem wieder einmal ein Song glücklich über die Ziellinie gebracht worden war, spendeten sich alle begeistert selbst Applaus. Neben vielen deutschsprachigen Klassikern wurde auch fremdsprachig gesungen - etwa op Kölsch mit dem Bläck-Fööss-Lied "En d'r Kayjass Nummer Null". Aber auch auf Englisch, als etwa der Beatles-Klassiker "Penny Lane", "Love Me Tender" von King Elvis oder "Scarborough Fair" von Simon & Garfunkel geboten wurden. Die Texte waren zum Mitlesen auf die Leinwand projiziert worden. Das Fazit des Abends: Singen macht Spaß, gemeinsames Singen noch mehr. Noch ein Tipp: Chorleiter, die auf der Suche nach neuen Mitgliedern sind, sollten zu einem "Schmidtsingabend" gehen.

Quelle: RP
 
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