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Hückeswagen
Vier Flüchtlinge helfen in den Werkstätten mit

Hückeswagen: Vier Flüchtlinge helfen in den Werkstätten mit
Lötarbeiten im Kinderdorf mit (v. l.) Firas, Bahar, Barzan und Sipan. FOTO: Moll Jürgen
80 Mitarbeiter sind im Kinderdorf für die Betreuung von 173 Kindern verantwortlich, unter ihnen sind auch vier Flüchtlinge. Drei waren schon im vergangenen Jahr dabei, Barzan Rasoul ist dagegen ein Neuling.

Der 18-Jährige kam vor drei Jahren nach Deutschland und lebt nun in Radevormwald. In der vergangenen Woche war er in der Speckstein-Werkstatt eingesetzt, nun ist er in der Musik-Werkstatt. "Es gefällt mir, wenn die Kinder mich fragen und ich ihnen helfen kann", sagt er. Rasoul erfuhr durch seinen Cousin und seine Cousine von der Ferienaktion für Kinder in Hückeswagen. Die beiden waren schon im vergangenen Jahr als Helfer beteiligt. Sipan und Bahar Rasoul sind auch in diesem Jahr wieder als Betreuer im Kinderdorf dabei.

Die 16-jährige Bahar ist wie im vergangenen Jahr in der Mal-Werkstatt, wo sie den Kindern dabei hilft, mit Zeitungspapier beklebte Ballons sowie Leinwände und Mandalas zu bemalen. "Es macht Spaß, neue Sachen auszuprobieren", sagt sie. "Wenn ich ein bisschen Zeit habe, male ich hier auch selbst." Bahar mag die Arbeit mit den Kindern. Sie kommt in die zehnte Klasse der Hauptschule und will nach der Schulzeit eine Ausbildung zur Zahnarzthelferin oder Erzieherin machen. "Ich habe schon ein Praktikum im Kindergarten gemacht und will noch eines machen", erzählt sie.

Vor zweieinhalb Jahren kam Bahar mit ihrem 18-jährigen Bruder Sipan aus Syrien nach Deutschland. Sipan Rasoul arbeitet zusammen mit Firas Jamel Keder in der Technik-Werkstatt. Sipan wollte unbedingt wieder mit dem 26-jährigen Iraker zusammen arbeiten, denn im vergangenen Jahr hatten beide die Sport-Werkstatt betreut. Nun ist Keder von der Thematik wieder etwas näher an dem, was er studiert hat. "Ich habe Chemie studiert. Da war es klar, dass ich in die Technik-Werkstatt gehe", sagt Keder, der seit zwei Jahren in Deutschland lebt. Rasoul interessiert sich für Technik und fürs Ingenieurwesen, hat aber einen ganz anderen Traumberuf: "Ich will Frisör werden", sagt er.

(eler)
 
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