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Hückeswagen
Virtueller Rundgang durchs Museum

Hückeswagen. Dem Heimatmuseum können Geschichtsinteressierte auch online einen Besuch abstatten: Michael Grothe macht einen Rundgang mit der "Street-View"-Technologie möglich. Das Angebot soll einen realen Besuch schmackhaft machen. Von M. Eickhorn

Wer unsicher ist, ob sich ein Besuch im Heimatmuseum im Schloss lohnt, dem dürfte die Entscheidung ab jetzt leichter fallen. Denn der gebürtige Hückeswagener Michael Grothe hat einen virtuellen Rundgang für beide Museumsetagen entwickelt. Das "Street- View"-Angebot von Google macht's möglich. Zwar können sich die Hückeswagener noch nicht virtuell durch die Straßen der Schloss-Stadt bewegen. Die Museumsräume aber können sie übers Internet besuchen und entscheiden, ob sie diese auch "in Echt" sehen wollen.

Virtuelle Museumsbesucher bekommen einen Rundum-Blick auf alle Ausstellungsgegenstände, auch einige Wandtafeln können sie lesen. "Der virtuelle Besuch soll einen realen Besuch im Heimatmuseum nicht ersetzen, sondern schmackhaft machen", betont Grothe. Wenn man tatsächlich vor einer Vitrine mit alten Ausstellungsstücken stehe, sei das etwas ganz anderes. "Es ist eine tolle Möglichkeit, das Heimatmuseum für mögliche Besucher im Vorfeld interessant zu machen", versichert der 43-Jährige, der eine eigene Medienproduktionsfirma betreibt. Um "Street-View"-Projekte in die Hand nehmen zu können, hatte er sich von Google schulen und zertifizieren lassen.

Museumsleiterin Maybritt Schützenmeister hofft, den Kreis der Museumsinteressierten mit dem "Street-View"-Projekt erweitern zu können. "Jemand, der beispielsweise eine Exkursion plant, kann sich schon im Vorfeld informieren, ob das Heimatmuseum interessant ist oder nicht", sagt sie.

Wer einen Rundgang starten möchte, muss im Internet die Seite der Stadt www.hueckeswagen.de anwählen. Über die Rubrik "Tourismus, Kultur, Sport und Freizeit" gelangt man an nähere Informationen über das Museum, wo auch der "Street-View"-Rundgang abgespeichert ist. Seinen virtuellen Besuch beginnt der PC-Nutzer dann direkt vor der Museumstür. Über Klicks mit der Maus bewegt er sich fort, über die am rechten Bildrand angezeigten Kästchen mit den Nummern eins und zwei wechselt er die Etage. Das Angebot ist kostenfrei.

Die Idee zum virtuellen Rundgang kam Michael Grothe nach der Modernisierung des Museums vor zwei Jahren. Ihm war es wichtig, sich für seine Heimatstadt einzusetzen. Um das "Street-View"-Projekt kümmerte er sich deswegen ehrenamtlich. Auch Bürgermeister Dietmar Persian ist von der Idee begeistert. "Jetzt haben wir eine zusätzliche Möglichkeit, um auf uns aufmerksam zu machen", sagt er. Das Museum bleibe, was Technik und Zeit betreffe, somit auf einem aktuellen Stand.

Virtuelle Besuche findet der Verwaltungschef auch für das Bürgerbad, Gaststätten, Hotels und Restaurants interessant - eben überall dort, wo Publikumsverkehr herrscht. Ein weiteres "Street-View"-Projekt ist in Hückeswagen bereits in Arbeit: Der Online-Besuch im Kultur-Haus Zach soll in den kommenden Tagen möglich sein.

Quelle: RP
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