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Rückblende 10. Dezember 1967
Vor 50 Jahren trat Pastor Burkhard Moos sein Amt an

Hückeswagen. HÜCKESWAGEN Es war der 10. Dezember 1967, als Heinrich Pohl vom Kirchenvorstand der Pfarrgemeinde St. Mariä Himmelfahrt dem neuen Pfarrer Burkhard Moos "viele Jahre erfolgreichen Wirkens" wünschte. Was Pohl bei der Feierstunde damals im Parktheater noch nicht wissen konnte: 13 Jahre Amtszeit sollten es für den damals 39-jährigen Geistlichen werden.

Im Vergleich zu seinem beliebten Vorgänger Gerhard Rottlaender waren das einige Dienstjahre weniger. Dieser ging zum 1. Oktober 1967 in den Ruhestand.

In den späteren Porträts wird man Moos' Verdienste beim Bau der St. Katharina-Kapelle in Wiehagen würdigen. Erinnert wird dann auch an sein freundliches Wesen und an seine angenehme Stimme. Außerdem prägte ihn das bis zu seinem Tod im September 2011 gute Verhältnis zu Schwester Theogonia, die er stets als "Goldstück" bezeichnete.

BM-Journalist Theo Dörpinghaus beschrieb den Tag der Amtseinführung in einer poetischen Anwandlung als einen, an dem sich die Stadt "im winterlichen Gewand" befindet und von "der Wintersonne bestrahlt" wird.

Zunächst gab es eine Prozession vom Schulplatz der katholischen Stadtschule (heute Löwengrundschule) zur Pfarrkirche. Vorweg gingen Fahnenabordnungen der kirchlichen Vereine. Historisch interessant ist der Akt der Schlüsselübergabe vor der Kirchentür. Symbolisch übernahm Moos die Schlüsselgewalt über die Pfarrkirche, wobei gemäß "kirchlichen Brauchtums" ein längerer Spruch aufgesagt wurde, der mit den Worten "Nimm hin die Schlüssel dieser Kirche" begann.

In der Kirche warteten bereits zahlreiche Ehrengäste, unter ihnen auch eine große Abordnung aus seiner ehemaligen Wirkungsstätte Alfter bei Bonn. Diese ließen ihn nach fünfjährigem Wirken nur sehr ungern ziehen.

Als weiteren Bestandteil der Amtseinführung schloss sich die Überreichung der Ernennungsurkunde an, die vor den Stufen des Altars verlesen wurde und von Kardinal Joseph Frings ausgestellt war. Bei der anschließenden Feierstunde im Parktheater fiel vor allem der vielköpfige Kirchenchor aus Alfter auf, der einen "Hymnus" (feierlicher Lobgesang) auf die Bühne brachte. Großen Beifall beobachtete der Beobachter Theo Dörpinghaus, als ein Dechant aus Remscheid sich zu einem Vergleich der Mentalitäten hinreißen ließ.

Er stellte fest, dass der neue Pfarrer "von der Riviera bei Bonn in die kalten Zonen des bergischen Winters" gekommen sei.

Die Menschen seien so rau wie das Klima, es sei aber nur "die raue Schale für den guten Kern". Nun wusste Burkhard Moos Bescheid. Er bedankte sich mit einer Formulierung, die fast eine Retourkutsche hätte sein können: "Ich habe mit Freude von der Bereitschaft der Mitarbeit von Laien gehört. Ich werde mich zu gegebener Zeit darauf berufen!" NORBERT BANGERT

Quelle: RP
 
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