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Hückeswagen
Wandel als gesellschaftliche Chance sehen

Hückeswagen: Wandel als gesellschaftliche Chance sehen
FOTO: Hans Dörner (Archiv)
Hückeswagen. Wohn-, Arbeits- und Lebenssituation der Bevölkerung sind entscheidende Faktoren für das soziale Klima in einer Stadt. Durch eine sinkende Einwohnerzahl entgehen der Stadt zeitgleich Steuereinnahmen, und damit fehlt der finanzielle Spielraum für Investitionen. Dennoch sieht Stadtkämmerin Isabel Bever der vorausgesagten Entwicklung optimistisch entgegen: "Es ist nicht alles Geld, was eine Stadt ausmacht", sagt die Stellvertreterin des Bürgermeisters.

Vielmehr sieht sie die Prognose auch als gesellschaftliche Chance. "Ehrenamtliches Engagement, wie beispielsweise beim Bürgerbusverein, machen das Gemeinwesen aus", betont Bever. Wer seine Wurzeln in der Schloss-Stadt habe, ziehe nicht einfach so in die nächste Großstadt. Vielmehr sei er interessiert daran, dass beispielsweise in der Heimatstadt die Eltern im Alter gut gepflegt würden und die Kinder ausreichende Bildungschancen hätten.

Dennoch sei die demografische Entwicklung stets ein ganz wichtiges Thema und eine große Herausforderung für die Stadt, die intensive Planungsprozesse voraussetzt. "Das geht nur im Dialog mit der Bürgerschaft, da hierbei eine Menge Akteure, wie beispielsweise Wohnungsbaugesellschaften, eine Rolle spielen", sagt die Kämmerin. Daher sei es auch wichtig für die Stadtverwaltung, die Verschuldung im Griff zu halten, um sich den Handlungsspielraum zu bewahren.

"Es ist eine enorme Herausforderung, diese Entwicklung zu begleiten und Entscheidungen für die Zukunft zu treffen - alles unter den Zeichen sehr knapper Kassen", betont Isabel Bever. Dabei habe Bürgermeister Dietmar Persian das Thema "stets vor der Flinte" und mache sich viele Gedanken dazu. Bever: "Es gibt viele kreative Menschen in Deutschland, die bereit sind, etwas zu tun. Das macht das Gemeinwesen einer Stadt aus."

Dass gemeinschaftliches Engagement in einer Kleinstadt - auch mit Blick auf die rückläufigen Einwohnerzahlen - möglich ist, hätten die Hückeswagener bereits in der Vergangenheit mehrfach bewiesen. "Nun gilt es, diese Entwicklung als Chance zu betrachten und die Weichen richtig zu stellen."

(heka)
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