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Hückeswagen
Wanderführer zeigen Herz für die Jugend

Hückeswagen: Wanderführer zeigen Herz für die Jugend
Bürgermeister Dietmar Persian (2. v. r.) und Heike Rösner (3. v. r.) überreichten Jugendfeuerwehr und Jugendzentrum jeweils 350 Euro. FOTO: Heike Karsten
Hückeswagen. Die Bergische Wanderwoche entwickelt sich zum Selbstläufer dank der vielen Helfer und deren Ideen. Das Startgeld wurde jetzt zu gleichen Teilen an die Jugendfeuerwehr und das Jugendzentrum gespendet. Von Heike Karsten

Das Programm, das die Tourismusbeauftragte der Stadt, Heike Rösner, zusammen mit den Wanderführern und Vereinen zur dritten Bergischen Wanderwoche erstellt hatte, stieß in der Schloss-Stadt auf großes Interesse: Insgesamt nahmen an den 13 Wanderungen 225 Wanderer teil, die dabei die schönen Seiten von Hückeswagen und Umgebung neu kennenlernten. Am Mittwochabend bedankte sich die Stadt mit einem Grillfest bei den Wanderführern, die allesamt ehrenamtlich mitgewirkt und auf ihre Honorare verzichtet hatten. Durch das Startgeld der Wanderer kamen 700 Euro zusammen, die für die Jugend gespendet wurden. Heike Rösner übergab je 350 Euro Bargeld an Mario Moritz vom Jugendzentrum und Thomas Lemmen, Leiter der Jugendfeuerwehr.

Die obligatorische Nachbesprechung wurde direkt mit dem Grillfest an der Brandwache der Feuerwehr, Bachstraße, verbunden. Etwa ein Drittel der 34 eingeladenen Beteiligten waren gekommen, um die Woche noch einmal Revue passieren zu lassen und sich die von Bürgermeister Dietmar Persian gesponserten Bratwürstchen schmecken zu lassen.

An Ideen für derartige Aktion mangelt es in der Stadt nicht. "Wir haben uns einmal im Dezember und einmal Januar getroffen. Schon am ersten Abend stand das Programm für die ganze Woche", berichtete Heike Rösner. Weitere Treffen waren nicht nötig. Danach wurden Sponsoren für die Verlosungen gesucht, Flyer erstellt und Werbung in der Zeitung, im Internet, auf dem Wochenmarkt und im Schaufenster der Raiffeisenbank gemacht. "Wir haben versucht, jeden Hückeswagener anzusprechen", berichtete Heike Rösner. So war auch das Programm abwechslungsreich - von Wanderungen mit Spielen, Singen und Kräutern, Informativem und Geschichtlichem bis hin zum Hundetreffen. Die Beteiligung an den einzelnen Wanderungen lag zwischen zwölf und 26 Teilnehmern.

Besonders positiv überraschte das Angebot "Genüsse aus aller Welt", bei dem Flüchtlinge aus ihrem Kochbuch viele verschiedene Köstlichkeiten herstellten und den Wanderern an drei Stationen reichten. "Wir werden das in ein bisschen anderer Form im nächsten Jahr wieder anbieten. Es gibt ja noch viele Rezepte im Kochbuch", sagte Wanderführer Joachim Kutzner lachend. Überhaupt sei man sich schnell einig gewesen, auch was die Verwendung der Startgelder betraf. "Wir haben das zum ersten Mal schon vorher entschieden. So wissen die Wanderer, was mit dem Geld passiert", fügte Kutzner hinzu.

Die Tourismusbeauftragte der Stadt überreichte den Wanderführern Bücher, Wanderkarten und Anstecknadeln als Dank für ihr Engagement. Persian lobte zudem den Einsatz von Heike Rösner, die selbst an fast jeder Wanderung teilgenommen und die Aktion koordiniert hatte. "Sie ist die gute Seele der Wanderwoche", betonte er.

Für das kommende Jahr sind bereits neue Ideen - wie eine Foto-Wanderung zu besonders schönen Motiven oder eine meditative Yoga-Wanderung - im Gespräch. Heike Rösner würde zudem gerne die Kirchengemeinden in die Wanderwoche mit einbeziehen. "Es gibt mit Sicherheit noch einige gute Ideen", war sie sich auch nach der dritten Auflage der Bergischen Wanderwoche sicher.

Quelle: RP
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