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Hückeswagen
Was machen eigentlich die Fledermäuse im Tunnel?

Hückeswagen: Was machen eigentlich die Fledermäuse im Tunnel?
Hinter der mit Infos besprayten Wand haben im Höhsieper Tunnel die Fledermäuse ihren Lebensraum. FOTO: dö
Hückeswagen. Als vor Jahren der neue Radweg auf der alten Bahntrasse angelegt wurde, war es ein heiß diskutiertes Thema: Im Höhsieper Tunnel waren Fledermäuse entdeckt worden, die dort ihr Winterquartier aufgeschlagen hatten.

Zu ihrem Schutz musste auf Kosten der Stadt im Tunnel eine Trennwand installiert werden, sonst hätte der Radweg nicht durch das alte Eisenbahn-Bauwerk führen dürfen. Eine taugliche Alternative dazu tat sich jedoch nicht auf. Und so biss die Stadt, auch auf Druck des Oberbergischen Kreises, gezwungenermaßen in den sauren Apfel und investierte rund 100.000 Euro in eine Tunnel-Trennwand.

Herbert Pleuser (SPD) wollte es nun im Bauausschuss wissen: "Wurden in diesem Winter wieder Fledermäuse im Tunnel gesichtet? Wenn ja, wie viele sind es?" Eine konkrete Antwort musste die Stadtverwaltung darauf schuldig bleiben. Bauamtsleiter Andreas Schröder begründete das so: In den ersten Jahren nach dem Radweg-Bau habe es im Winter ein Monitoring im Tunnel gegeben zwecks Festellung der Fledermaus-Population. Das habe viel Geld gekostet und sei in diesem Winter nicht wiederholt worden. Schröder: "Wenn nun zum Beispiel Naturschützer ein erneutes Monitoring wünschen, dann haben wir nichts dagegen - wenn sie es denn auch bezahlen."

Fazit: Das Interesse an den Fledermäusen im Winterquartier hat sich offenbar in den zurückliegenden Jahren sowohl bei Behörden als auch Naturschützern gelegt. Was bleibt, ist die Wand im Tunnel zu ihrem Schutz.

(bn)
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