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Hückeswagen
Weintrinker fühlen sich vorm Schloss wohl

Hückeswagen. Das 10. Weinfest auf dem Schlossplatz verbreitete den familiären Charakter eines kleinen Heimatfests. Von Maren Panitz

Die Schloss-Stadt ist ein Weinort - zumindest war sie's am sonnigen Wochenende, denn zum 10. Weinfest unter dem Motto "Sich wohlfühlen", das wieder Burkhard Thiemann ausgerichtet hatte, kamen schätzungsweise 2500 Besucher zum Schloss. Fünf Winzer aus den Weinanbaugebieten Pfalz, Rheinhessen und Mosel boten von Freitag bis gestern ihre Weine an.

Egal, ob der Wein aus der Steil- oder Gutslage kommt, die Trauben auf Schiefer oder Buntsandstein wuchsen, ob er rot oder weiß, vollmundig oder trocken ist - die Winzer hatten gut gereifte Tropfen für jeden Gaumen parat. "Sie kommen ihren Gästen sehr entgegen und beraten auch fachkundig über die verschiedenen Weinsorten", sagte Besucher Axel Mundt. Die Winzer von den Weingütern Karl-Heinz Becker, Markus Krollmann, Michel Kuntz, dem Urzecha-Hof und dem Krämerhof freuten sich derweil darüber, dass die Akzeptanz des Weinfestes stetig gestiegen ist. "Hier in Hückeswagen gibt es inzwischen eine große Zahl an Weintrinkern und Stammgästen, die unseren Wein regelmäßig beziehen", freute sich Winzer Michel Kuntz.

Georg Schmitz vom Urzecha-Hof an der Mosel sagte: "Dieses Weinfest auf dem Schlossplatz hat eine einzigartig romantische Atmosphäre, mit der die Veranstaltung zusätzlichen Reiz gewinnt." Er stellt fest, dass sich das Hückeswagener Weinfest in den vergangenen zehn Jahren zu einem regelrechten Heimatfest entwickelt habe.

Im Angebot waren fruchtige und trockene Rieslingsorten sowie Grau- und Weißburgunder. Den roten Spätburgunder "Herrenpfad" stellte Karl-Heinz Becker als "die Diva" seiner Rotweine vor. Auch der Wein vom "Venusbuckel" führte den einen oder anderen Gast in Versuchung.

Für Weinfest-Initiator Burkhard Thiemann "ist es an der Zeit, die Aufgabe in andere Hände zu geben". Der Hückeswagener wird die Verantwortung aus gesundheitlichen Gründen abgeben und vertraut auf die gute Winzergemeinschaft, die sich zukünftig um die Planung des Weinfestes kümmern wird. "Ein so erfolgreiches Programm sollte man nicht zerstören. Die Veranstaltung wird von den Hückeswagenern gewünscht, da sprechen die jährlich gestiegenen Besucherzahlen für sich selbst", erklärte Thiemann.

Zusammen mit drei Winzerfreunden hatte er vor mehr als zehn Jahren bei einer privaten Weinprobe die Idee, dass sich so ein Weinfest sicher auch für andere Gäste erfolgreich vermarkten ließe. Die Besucher haben das Konzept bestätigt.

Auch Klaus Jung fühlte sich - getreu dem Festmotto - bei einem Schoppen Wein sehr wohl: "Ich besuche das Weinfest seit Jahren mehr oder weniger regelmäßig. Hier habe ich gelernt, dass die Rebensorten Dornfelder und Grauburgunder meinen Geschmack besonders ansprechen." Die Winzer sorgten mit mehr als 20 verschiedenen Weinsorten in den unterschiedlichsten Geschmacksstilen dafür, dass kein Gast auf dem Trockenen sitzen musste.

Quelle: RP
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