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Hückeswagen
Wer schief parkt, bekommt Knöllchen

Hückeswagen: Wer schief parkt, bekommt Knöllchen
Wer seinen Wagen nicht vorschriftsmäßig in den eingezeichneten Parkbuchten auf dem Etapler Platz abstellt, riskiert ein Verwarngeld von zehn Euro. Die Stadtverwaltung appelliert an die Vernunft der Autofahrer. FOTO: büba (archiv)
Hückeswagen. Die Kontrolle des ruhenden Verkehrs wird bei Bürgern und intern in der Verwaltung diskutiert. Einige regen sich über zu viele Verwarnungen auf. Bürgermeister Persian kündigt aber gerade am Etapler Platz weitere regelmäßige Kontrollen an. Von Joachim Rüttgen

Einige Bürger haben das Gefühl, die Stadtverwaltung würde in letzter Zeit verstärkt den ruhenden Verkehr kontrollieren und häufiger ein Verwarnungsgeld kassieren. Das sieht Bürgermeister Dietmar Persian anders. "Die Stadt hat in der Vergangenheit mit Augenmaß den ruhenden Verkehr kontrolliert und wird das auch in Zukunft so tun", sagt er. Es gebe viele Städte, die viel restriktiver handeln würden. Außerdem sollen die Knöllchen dafür sorgen, dass für möglichst viele Autofahrer ausreichend Parkraum bleibt - trotz der Großbaustelle am Etapler Platz. Dort ist der Parkdruck besonders groß: Von den ursprünglich 80 Stellplätzen sind derzeit nur 55 bis 60 nutzbar. Bei den Kontrollen geht es vor allem um Autofahrer, die ungenau parken. "Wir verteilen Knöllchen, wenn jemand über dem Strich parkt", sagt Persian. Es gebe gut sichtbare Parkbuchten, "die zugegebenermaßen nicht besonders breit sind, weil Autos vor 30 Jahren kleiner waren", sagt er. Die Markierung mache aber dennoch Sinn.

Vorwürfe von Kritikern, die Stadt wolle durch die Knöllchen das Stadtsäckel füllen, weist Persian zurück. "Der Erlös steht zwar als kleiner Posten im Haushaltssicherungskonzept, aber uns geht es darum, dass der beschränkte Parkraum optimal genutzt und Verkehrsbehinderungen reduziert werden", sagt er. Gerade am Etapler Platz müsse die Stadt verstärkt Präsenz zeigen. Fürs Knöllchenschreiben zuständig sind Claudia Kowalski und Jörg Schuschke vom Ordnungsamt. Sie orientieren sich an der Straßenverkehrsordnung (StVO), die Verwarn- und Bußgelder für falsches Parken vorsieht. Dort ist auch geregelt, dass, wenn jemand schief parkt, der nächste es ihm nicht gleichtun darf, sondern vorschriftsmäßig parken muss, auch wenn dabei Parkraum verloren geht. "Gleichheit im Unrecht gibt es nicht", betont Persian. Dabei gehe es nicht um drei Zentimeter. Außerdem gebe es an der Goethestraße und hinterm Bürgerbüro genügend gebührenfreie Parkplätze.

Verstößt jemand gegen die StVO, geben Schuschke und seine Kollegin das Kennzeichen samt Foto und Tatbestand in ihr Smartphone ein. Von dort werden die Daten digital und kostensparend in den Rechner eingespeist. "Dann gibt es kein Zurück mehr", sagt Fachbereichsleiter Michael Kirch. Der betroffene Autofahrer erhält per Post seine Verwarnung samt Überweisungsträger. "Wir nehmen kein Bargeld an, das geht nur bei der Stadtkasse in Wipperfürth", sagt Claudia Kowalski, die sich bei uneinsichtigen Bürgern nicht auf Diskussionen einlässt. Allerdings belässt sie es manchmal auch bei einer mündlichen Verwarnung. "Bei wüsten Beschimpfungen, die unter die Gürtellinie gehen, stellen wir aber Strafanzeige", sagt Schuschke. Persian betont, dass es keinen Sinn macht, ihn in seiner Sprechstunde zu bitten, Knöllchen zurückzunehmen. "Rückfragen an uns sind jederzeit möglich", sagt Schuschke. Mit jeder Verwarnung werde dem Empfänger auch ein eigener Sachbearbeiter zugeteilt.

Alle Fragen beantwortet die Stadt unter www.hueckeswagen.de

Quelle: RP
 
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