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Hückeswagen
Wiehagen soll 2017 Kreisel bekommen

Hückeswagen: Wiehagen soll 2017 Kreisel bekommen
Die Ampel an der Kreuzung Wiehagener-, Blumen- und August-Lütgenau-Straße soll in zwei Jahren durch einen Kreisverkehr abgelöst werden. Das plant die Kreisverwaltung. FOTO: J. Moll
Hückeswagen. Die Ampelanlage an der großen Kreuzung kurz unterhalb von Wiehagen ist in keinem guten Zustand mehr. Sie könnte in zwei Jahren durch einen Kreisverkehr abgelöst werden. Das plant der Kreis; die Politik muss dem noch zustimmen. Von Stephan Büllesbach

So mancher Autofahrer, der an der Kreuzung Wiehagener-, Blumen- und August-Lütgenau-Straße (K 1 / K 3) steht, "wartet sich einen Wolf". Zwar ist weit und breit kein anderes Auto zu entdecken, aber die Ampel bleibt stur auf Rot. Das hat nicht nur Jörg von Polheim festgestellt. Der FDP-Fraktionschef und Vorsitzende des Bauausschusses berichtete in der Sitzung am Dienstagabend davon, dass man in jüngster Zeit viel Geduld an der Ampel aufbringen müsse.

Bei der Stadt ist das Problem bekannt. "Die Kontaktstreifen funktionieren nicht mehr richtig", berichtete Bauamtsleiter Andreas Schröder (s. Kasten). Weil die Straße nach Wiehagen hinauf und die an der Ampel abzweigende Straße Richtung Remscheid Kreisstraßen sind, müsste eigentlich der Kreis sie unterhalten. Das hat die Stadt aber in Abstimmung mit dem Gummersbacher Kreishaus übernommen. Der Dienstleister, der die Ampel wartet, hat dem Bauamt mitgeteilt, dass die Schaltung nicht mehr optimal funktioniert und die Masten nicht mehr standsicher sind. "Ich weiß, dass der Kreis für diesen Bereich einen Umbau plant. Diesen würde ich begrüßen", sagte Schröder.

In der Tat hat die Kreisverwaltung Großes vor mit dem Einmündungsbereich K 1 / K 3, soll doch hier 2017 ein Kreisverkehr mit einem Durchmesser von 33 Metern entstehen. So sehen jedenfalls die Planungen aus, die der Kreis am Mittwoch, 29. April, im Kreisausschuss vorstellen will. Die Sitzung beginnt um 16.30 Uhr im Seminarhaus "Weißes Pferdchen" in Lindlar-Hohkeppel.

Vor 19 Jahren wurde die Ampelanlage zuletzt teilerneuert, ist den Unterlagen des Bauausschusses zu entnehmen. Inzwischen ist sie veraltet und zunehmend reparaturanfällig. Dazu kommen Risse in mehreren Ampelmasten, so dass sie auf Dauer nicht mehr standsicher sind. Der Kreis geht davon aus, dass die gesamte Anlage in den nächsten Jahren aus Eigenmitteln ausgetauscht werden müsste. Inklusive der Fahrbahnsanierung kämen da 130 000 bis 150 000 Euro zusammen; der jährliche Betriebs- und Wartungsaufwand beträgt derzeit rund 4000 Euro. Die stark frequentierte Kreuzung ist eine der wenigen des Kreisstraßen-Netzes, die noch von einer Ampel gesteuert wird.

Als Lösung sieht der Kreis den Bau eines Kreisverkehrs an. Das sei zwar zunächst teurer, würde aber den Verkehrsfluss fördern, Energie sparen und sei zuschussfähiger. So hofft Rainer Ludwigs, Leiter des Amts für Planung und Straßen beim Kreis, auf eine Förderung durch das Land. "Momentan ist das aber schwer planbar, weil es noch keine Anschlussfinanzierung für das Landesförderungsprogamm gibt", sagte er gestern auf Anfrage der BM. Ziel ist es aber, die Kreuzung in zwei Jahren mit einem Kreisel zu versehen und dafür Landesmittel verwenden zu können.

Der zu bauende Kreisverkehr ist so weit dimensioniert, dass keine nennenswerten Eingriffe in die umliegenden Randbereiche zu erwarten sind. "Dadurch wird auch eine sparsame Bauweise ermöglicht, bei der die veranschlagten 450 000 Euro sicher einhaltbar sein sollten", heißt es in der Ausschussvorlage. Die Fachleute beim Kreis gehen nicht davon aus, dass die Straßenneigung von acht Prozent zu Funktionalitätsverlusten führen werden.

Quelle: RP
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