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Hückeswagen
Wiehagener Kreisel noch in diesem Jahr

Hückeswagen: Wiehagener Kreisel noch in diesem Jahr
Diese Handskizze der Kreisverwaltung zeigt in etwa die mögliche Dimension des künftigen Kreisverkehrs in Wiehagen - unten die Wiehagener Straße, oben die August-Lütgenau-Straße, und links geht's in Richtung Remscheid. FOTO: OBK
Hückeswagen. Nicht erst 2018, wie ursprünglich geplant, sondern bereits noch in diesem Jahr könnte unterhalb von Wiehagen ein großer Kreisverkehr entstehen. Der würde dann die in die Jahre gekommene und anfällige Ampelanlage ersetzen. Von Stephan Büllesbach

Wer auf die große Kreuzung Blumen- / August-Lütgenau- / Wiehagener Straße / K 1 zusteuert, der muss in der Regel viel Geduld mitbringen. Weil die Kontaktstreifen schon seit geraumer Zeit defekt sind, wird's mitunter erst nach langer Zeit grün, auch wenn weit und breit kein anderes Auto zu sehen ist (s. Info-Kasten). Das nervt. Doch vielleicht wird sich die Situation schon im Dezember ganz anders darstellen, denn das Amt für Planung und Straßen will noch in diesem Jahr mit dem Bau eines großen Kreisverkehrs mit einem Durchmesser von etwa 33 Metern beginnen. Das bestätigt ein Mitarbeiter der Kreisverwaltung auf Anfrage unserer Redaktion.

Der Kreisbauausschuss hatte in dieser Woche sein Bauprogramm für 2016 beschlossen; darin enthalten: der Kreisel für Wiehagen. "Es fehlt aber noch der Bewilligungsbescheid der Bezirksregierung Köln", sagte der Mitarbeiter des Amts für Planung und Straßen. Rund 60 Prozent der Kosten von geschätzten 450.000 Euro würde dann das Land übernehmen, den Rest müsste der Kreis beisteuern. Auf die Stadt Hückeswagen kämen keine Kosten zu.

Und die Chancen, dass das Land den Bau fördert, stehen gut. "Ich gehe davon aus, dass die Fördermittel für dieses Jahr bewilligt werden", sagt der Mitarbeiter des Kreises, der aber gleich eine Einschränkung macht: "Die Entscheidung darüber, welche Maßnahmen das Land fördert, fällt erst im Mai oder Juni."

Doch das Amt für Planung und Straßen stünde dann Gewehr bei Fuß und will einen vorzeitigen Baubeginn beantragen. Das bedeutet, dass mit den Bauarbeiten begonnen werden kann, auch wenn die zugesicherten Zuschüsse noch nicht geflossen sind. "Wenn keine Versorgungsleitungen verlegt werden müssen, kann es schnell losgehen", sagt er. Zwar würde sich das Amt mit den Energieversorgern abstimmen, ob neue Leitungen für Gas, Wasser und Strom verlegt werden müssten. Doch weil es in dem Bereich des künftigen Kreisverkehrs keine Hausanschlüsse gebe, ist nicht davon auszugehen, dass sich die eigentlichen Arbeiten am Kreisel deutlich verzögern. So könnte vielleicht schon in den Sommerferien damit begonnen werden. Der Kreis-Mitarbeiter geht von einer Bauzeit von vier bis fünf Monaten aus: "Vor Weihnachten sollte alles erledigt sein."

Er ist zufrieden damit, dass sich auf der großen Kreuzung bald etwas tun wird: "Über diese Alternative zur Ampelanlage haben wir schon lange überlegt", sagt er. Schließlich ist diese veraltet und zunehmend reparaturanfällig; zuletzt teilerneuert wurde sie vor rund 20 Jahren. Dazu kommen Risse in einigen Ampelmasten und die defekten Kontaktstreifen. Die Kreisel-Lösung ist zwar teurer als eine neue Ampelanlage, im Gegensatz zu dieser wird der Bau eines Kreisverkehrs aber vom Land bezuschusst.

Kein Problem stellt das achtprozentige Gefälle dar. "Der Verkehr wird reibungslos laufen", ist sich der Kreis-Mitarbeiter sicher. Auch die Polizei sehe in einem Kreisverkehr eine Verbesserung der Verkehrssituation in diesem Bereich.

Quelle: RP
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