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Hückeswagen
"Wilder Müll" in Wegerhof sorgt für Unmut bei Spaziergängern

Hückeswagen: "Wilder Müll" in Wegerhof sorgt für Unmut bei Spaziergängern
Ständig landen größere Mengen Grünschnitt am Wegesrand, dazu liegen in Wegerhof große Reifen und Bauschutt im Gebüsch. FOTO: weitzdörfer
Hückeswagen. Wilder Müll ist mehr und mehr ein Problem. Auch Hückeswagen bleibt nicht verschont. Das ist bei vereinzelten Glasflaschen, Papiertüten oder dem achtlos hingeworfenen Stück Plastikmüll ärgerlich. Im schmalen Waldweg am Pferdehof in Wegerhof, der hinüber zur K 5 bei Westhofen führt, scheint das Ganze mehr System zu haben. Von Wolfgang Weitzdörfer

Spaziergänger mit und ohne Pferd oder Hund können es immer wieder beobachten: Ständig landen größere Mengen Grünschnitt am Wegesrand, dazu liegen dort große Reifen und Bauschutt im Gebüsch - offensichtlich schon längere Zeit, denn zumindest die Autoreifen sind teils überwuchert. Roland Kissau vom Ordnungsamt kennt das grundsätzliche Problem. "Von diesem Entsorgungsplatz war uns allerdings bis jetzt nichts bekannt", sagt er. Die Menge, die bei Aktionen wie "Saubere Stadt" im April weggeräumt wird, taucht über das Jahr hinweg immer wieder neu auf - durchaus an unterschiedlichen Stellen, sagt Kissau. "Es gibt in Hückeswagen einige Stellen. Beliebt sind vor allem die Wanderparkplätze, etwa in Scheideweg oder an der Grünestraße", sagt er. "Leider gibt es nur selten Rückschlüsse auf die Verursacher."

Dabei bestünde in der Schloss-Stadt kein Grund für wilden Müll: "In Hückeswagen ist es einfach, seinen Müll auf legale Art loszuwerden", sagt Kissau. Zum einen gibt es den Bringhof an der Schlossfabrik, bei dem die Einwohner ihren Sperrmüll und Grünschnitt kostenfrei loswerden können. Außerdem könnten in Zeiten besonders hohen Grünschnittaufkommens, wenn Hecken geschnitten werden, spezielle Grünmüllsäcke beantragt werden. "Auch Grünschnitt gehört nicht einfach weggeworfen", sagt Kissau. Denn dass es sich dabei um verrottbares Material handelt, ist ein weit verbreiteter Irrglaube. Der Nährstoffhaushalt des Waldes wird durch den zusätzlichen Stickstoff gestört. Die Folge: Der Waldboden wird überdüngt, und es verbreiten sich Pflanzen, die die heimischen Arten verdrängen. Und auch wer Bauschutt oder Sperrmüll hat, ist für deren ordnungsgemäße Entsorgung selbst zuständig.

Ärgerlich ist immer die Entsorgungsfrage: "Der Bauhof entsorgt den Müll von öffentlichen Flächen und im Wald. Die Kosten muss jeder Einwohner über die Müllgebühren mittragen", sagt Kissau. Anders sieht es bei Privatgrundstücken aus, die sich nicht im Wald befinden, denn da ist der Grundstückseigentümer in der Entsorgungspflicht. "Hier kann die Untere Abfallbehörde beim Kreis mit Verwaltungszwang agieren", sagt er. In Wegerhof müsse nun also zunächst geprüft werden, wem das Gelände gehört, auf dem der Müll liegt.

Quelle: RP
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