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Hückeswagen
Wipperfürth feiert Hansetag im Regen

Hückeswagen: Wipperfürth feiert Hansetag im Regen
Wipperfürths Bürgermeister Michael von Rekowski (4.v.r.) zeigte sich mit der Tanzgruppe "Firlitanz" aus Soest wetterfest. FOTO: Weitzdörfer
Hückeswagen. Trotz der ungemütlichen Temperaturen und Wetterverhältnisse vor allem am Samstag ließen es sich die Wipperfürther und ihre Gäste beim 34. Westfälischen Hansetag nicht nehmen, nach allen Regeln der Kunst zu feiern. Von Wolfgang Weitzdörfer

Der 34. Westfälische Hansetag stand in der Nachbarstadt Wipperfürth unter keinem besonders guten Stern. War der Freitag noch einigermaßen trocken, zeigte sich das Wetter vor allem tagsüber am Samstag von seiner garstigen Seite. Dauerregen und kühle Temperaturen sorgten dafür, dass viele Leute wohl eher die heimische Couch bevorzugten als sich in der Nachbarstadt unters buntgekleidete Hansevolk zu mischen. Dabei lohnte sich der Spaziergang über den Marktplatz und die Fußgängerzone, denn neben dem Programm auf der dortigen Bühne am Hausmannplatz war es sehr interessant, sich bei den Vertretern der 30 Mitgliedstädte des Westfälischen Hansebundes umzusehen.

Neben Wipperfürth und der Partnerstadt Surgéres, an deren Stand es köstlichen Wein aus der Region zu verkosten gab, waren Hansestädte wie Ahlen, Attendorn, Osnabrück, Recklinghausen, Warburg oder Wesel mit Ständen sowie touristischen und kulinarischen Besonderheiten vertreten. Und die allermeisten waren auch bunt gewandet und trugen traditionelle Kleidung, was natürlich an einem so grauen Tag wie dem Samstag ein echter Hingucker war.

So etwa auch Heidelore Fertig-Möller, zweite Vorsitzende des Verkehrsvereins Werne an der Lippe. Sie nahm das schlechte Wetter mit Humor: "Wir sind heute Vormittag hier angekommen und haben direkt im strömenden Regen unseren Stand aufgebaut", sagte Fertig-Möller. Gegen den Regen hatten die Wernerin etwas mitgebracht: "Unser Johannisbeerlikör und Korn wärmen von innen. Nur die Waffeln könnten noch ein wenig besser gehen", sagte sie schmunzelnd.

Gegen die kühle Witterung half das Schmiedefeuer der Hansestadt Breckerfeld. Dort standen Ehrengard und Wilfried Krenzer zusammen mit Frank Neuschäfer. Der ließ sich von Schmied Krenzer anlernen und war gerade dabei, aus Eisenstangen Nützliches wie Kleiderhaken zu schmieden. "Wir wollen hier zeigen, dass das alte Handwerk nicht tot ist", betonte Krenzer, der sich allerdings über mehr Besucher durchaus gefreut hätte.

Auch Wipperfürths Bürgermeister Michael von Rekowski hatte sich mit Regenschirm unters Volk gemischt und schaute sich das Bühnenprogramm am Samstagnachmittag an. Der Schirm wurde ihm aber kurzerhand abgenommen, denn die Tanz- und Musikgruppe "Firlitanz" aus Soest lud das Stadtoberhaupt zum Mitschunkeln bei "Wein, Weib und Gesang" ein, dabei erwies sich die Kombination Soest/Wipperfürth als recht wetterfest.

Auch auf dem Hausmannplatz ging es trotz des Regens gemütlich zu. Der Arbeitskreis Miteinander lud dort sowie im Pfarrheim und am Kirchplatz zum gegenseitigen Kennenlernen ein. "Die Stimmung ist gut, keiner guckt miesepetrig drein, weil nicht die Sonne scheint", sagte Beate Theunissen vom Pfarrgemeinderat St. Nikolaus, der zusammen mit dem Domino Netzwerk für Menschen mit Behinderung federführend den Arbeitskreis ins Leben gerufen hatte.

Neben verschiedenen Tanzdarbietungen der philippinischen Gemeinde Oberberg und einer Versteigerung von Möbeln der Ökumenischen Initiative auf der Bühne gab es verschiedene Köstlichkeiten aus Italien, Pakistan und der Türkei zu verkosten. "Alle feiern miteinander. Es ist sehr schön, dass es so friedlich miteinander geht", freute sich Theunissen.

Quelle: RP
 
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