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Hückeswagen
Wupper-Hochwasser überflutet Radweg

Hückeswagen: Wupper-Hochwasser überflutet Radweg
Im Bereich der Alten Ladestraße hat das Wupper-Hochwasser den Radweg unpassierbar gemacht. Diesen Schäferhund störte das gestern jedoch wenig – er sprang ins Wasser, um das Stöckchen zu holen. FOTO: Hans Dörner
Hückeswagen. Die wilde "Andrea", das Sturmtief vom Donnerstag, hat dafür gesorgt, dass die Wupper und viele Bäche im Stadtgebiet kräftig angeschwollen sind. Dabei hatten die starken Regenfälle der vorher gehenden Tage bereits dafür gesorgt, dass die Wasserläufe, die noch Mitte Dezember nur wenig Wasser führten, kräftig angestiegen waren.

Die Folge ist Hochwasser, das sich im Innenstadtbereich besonders auf den Wupperauen bemerkbar macht: Dort ist der Radweg teilweise überflutet.

Eine Gefahr stellen die Wassermassen nach Aussage von Susanne Fischer, Sprecherin des Wupperverbands, jedoch nicht dar. "Wir haben jetzt einen Wasserstand der Wupper an der Mess-Stelle Hückeswagen von 1,70 Meter und einen Abfluss von 32 Kubikmetern in der Sekunde." Beim Hochwasser im Januar vorigen Jahres präsentierte sich die Wupper mit 45 Kubikmetern pro Sekunde noch reißender. "Aber schon damals konnte man nicht von einem besonderen Hochwasser sprechen", sagte Fischer.

Zwar seien die Kollegen des Wupperverband-Betriebs "Gewässer" draußen, um die Bachläufe zu kontrollieren. Doch lediglich in Solingen hatte es nach dem Sturmtief eine kleine Überschwemmung gegeben, nachdem frisch geschnittene Äste von einem über das Ufer getretene Bach mitgerissen worden waren und sich an einer Stelle ineinander verhakt hatten.

Zudem werden immer ab Oktober in den Talsperren Hochwasser-Schutzräume für einen möglichen Stark- oder lang anhaltenden Regen eingerichtet: Die Talsperren sind nur bis zu einem bestimmten Stauinhalt gefüllt. So müssen bei der Wupper-Talsperre von insgesamt 25,6 Millionen Kubikmeter Stauinhalt zehn Millionen für den Hochwasser-Schutz frei gehalten werden. In der Bever-Talsperre mit einem Stauinhalt von 23,7 Millionen Kubikmeter sind es fünf Millionen für mögliche Regenmengen; momentan ist sie mit 18,5 Millionen Kubikmetern gefüllt.

Auch wenn die Wupper und die Bäche derzeit viel Wasser führen, müsse der bergische Fluss noch nicht reguliert werden, versicherte Susanne Fischer. "Zudem ist die Tendenz wieder fallend."

(RP/rl)
 
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