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Hückeswagen
Zelluloid-Artisten aus der ganzen Republik

Hückeswagen: Zelluloid-Artisten aus der ganzen Republik
Nachwuchs an der Platte: Der Hückeswagener Timon Kaul schied zwar im Einzel in der Gruppenphase aus, schaffte es aber im Doppel bis ins Halbfinale. FOTO: j. Moll
Hückeswagen. Bei den 69. Hückeswagener Tischtennis-Stadtmeisterschaften, die traditionell vom TB Hückeswagen ausgetragen werden, maßen sich in der gut aufgeheizten Mehrzweckhalle erstmals Tischtennisspieler aus ganz Deutschland. Von Wolfgang Weitzdörfer

Die Fläche der Mehrzweckhalle ist mit grünen Tischtennisplatten gefüllt. An den Platten stehen kleine und große Tischtennisspieler und messen sich im Spiel mit den kleinen, weißen Plastikbällen. Am Pfingstwochenende fanden zum bereits 69. Mal die Hückeswagener Tischtennis-Stadtmeisterschaften statt, die traditionell von der Tischtennis-Abteilung des Turnerbunds Hückeswagen (TBH) ausgetragen werden.

Eine Besonderheit gab es in diesem Jahr bei aller guten Tradition allerdings schon: Erstmals kamen die Teilnehmer aus ganz Deutschland in die Schloss-Stadt zum Turnier. "Wir haben uns wegen der parallel zur Stadtmeisterschaft ausgetragenen Weltmeisterschaft in Düsseldorf dazu entschieden, unser Turnier erstmals bundesoffen auszuschreiben", sagte Abteilungsleiter Armin Bilz. Und es waren einige T-Shirts von weiter entfernten Vereinen zu entdecken. So betrat etwa ein Spieler des niedersächsischen TSV Watenbüttel die Halle, küsste kurz seinen Schläger und ging an eine der Platten, um sein erstes Match zu spielen.

Bilz ergänzte: "Die WM in Düsseldorf hat uns aber auch einige Teilnehmer gekostet. Gerade aus der Jugend." Die hätten es sich - durchaus verständlich, wie Bilz schmunzelnd anmerkte - nicht entgehen lassen, ihre großen Idole in Düsseldorf hautnah beim Spielen erleben zu können. Daher seien es bis zum Samstagnachmittag etwas weniger Teilnehmer als im Vorjahr gewesen. "Voranmeldungen gab es 160. Es sind aber heute schon einige weitere Teilnehmer noch spontan erschienen", sagte Bilz, der sich mit den insgesamt 230 Teilnehmern durchaus zufrieden zeigte.

Natürlich waren neben den erwachsenen Teilnehmern auch zahlreiche junge Tischtennisspieler aus der Schloss-Stadt am Start. Die Jugendabteilung des TBH durfte sich ja über einen prominenten Trainer-Zuwachs freuen - der ehemalige Olympia-Teilnehmer für die damalige UdSSR, Boris Rosenberg, trainiert seit Februar den TBH-Nachwuchs. Und so maßen sich auch einige seiner Schützlinge an den grünen Platten und spielten um den Stadtmeister-Titel.

Wie etwa der Timon Kaul: "Ich spiele schon seit drei Jahren im Verein", erklärte der Elfjährige. Zusammen mit seinem Teamkollegen Jonas Reingruber hatte er im Doppel allerdings schwierige Gegner: "Wir sind im Halbfinale knapp ausgeschieden. Das waren aber, glaube ich, die besten Spieler in der Jugend." Einen der beiden Gegner stand er auch im Einzel gegenüber. "Da bin ich aber schon in der Gruppenphase ausgeschieden", sagte er ganz ohne Groll. Dafür mache ihm der Sport viel zu viel Spaß, fügte er an: "Es ist einfach toll, was man mit dem Ball alles anstellen kann - Überschnitte, Unterschnitte, Rotationen. Es ist sehr abwechslungsreich."

Das fand auch die 13-jährige Matilda Hinz, in der TBH-Tischtennis-Abteilung spielt und und der wenigen Mädchen ist: "Man muss sehr flink auf den Beinen sein und sehr gute Reflexe haben. Das macht den Sport für mich so attraktiv", sagte die 13-Jährige. Und dass sie nicht nur gerne, sondern auch erfolgreich Tischtennis spielt, zeigte sich an ihren Ergebnissen: "Im Einzel bin ich Vizemeisterin meiner Klasse, im Doppel sind wir sogar Stadtmeister geworden", sagte Matilda voller Stolz.

Quelle: RP
 
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