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Hückeswagen
Zuhören und Mitsingen bei Adventsmusik

Hückeswagen: Zuhören und Mitsingen bei Adventsmusik
Die Pauluskirche platzte aus allen Nähten zum adventlichen Konzert bei Kerzenschein. Die rührige Kirchenmusikerin Ingrid Kammerer lud zum Zuhören und Mitsingen ein. FOTO: nico hertgen
Hückeswagen. Fast alle musikalischen Gruppen der evangelischen Kirchengemeinde sind bei der "Adventsmusik bei Kerzenschein" mit vollem Einsatz dabei. Kinder, Eltern und Großeltern überzeugten sich Sonntagnachmittag von dem enormen Können. Von Franz Mostert

Seit Jahren gehört die "Adventsmusik bei Kerzenschein" zur Vorweihnacht. Angefangen hatte alles noch in der Johanniskirche, die inzwischen zum Kolumbarium umgewidmet wurde. Am Konzept für das beliebte Konzert hat sich seitdem nichts geändert. Der Zusammenklang fast aller verfügbaren Möglichkeiten innerhalb der evangelischen Kirchengemeinde ist immer noch die Basis für diese zur Tradition gewordenen Erfolgsgeschichte. Das zeigte sich einmal mehr am späten Sonntagnachmittag des 3. Advent in der Pauluskirche: Nachdem der Innenraum voll besetzt war, mussten sogar die Emporen rundum besetzt werden.

Die rührige Kirchenmusikerin Ingrid Kammerer hatte erneut zu adventlicher und weihnachtlicher Musik zum Zuhören und Mitsingen in das vom Schein vieler Kerzen ausgeleuchtete Gotteshaus an der Marktstraße eingeladen - und alle Generationen waren gekommen: die Kleinsten, Eltern, Geschwister und Großeltern. Ein regelrechtes "Sing out" aus hunderten von Stimmen bei "Tochter Zion", bei gleich zwei funktionierenden Kanons und beim finalen "Gloria" der "hellen Lieder" aus Engelmund gelang als Akustik-Test für die alten Kirchenmauern. Leider kamen die verbindenden Worte zwischen Singen und Spielen nur bruchstückhaft bis in die Höhen der Emporen hinauf. Dafür entging den Hörern in der "Loge" aber nicht der leiseste Ton der vielen Begleitinstrumente und erst recht nicht die Vielfalt des frohen, vielstimmigen Gesangs.

Wenn die Allerkleinsten des Kinderchores allein oder zusammen mit dem Jugendchor da zu dem großen Projektchor "Weihnachtsmusik" nach Herzenslust mitzwitscherten, dann wurde klar, wem die Publikumsgunst in erster Linie galt. Was übrig blieb, das durften große Flöte, Klarinette, Blockflöten, Gitarren, Klavier und dezentes Schlagwerk redlich mit den erfahrenen Sängerinnen und Sängern beifallträchtig teilen.

Auch bei der sonntäglichen "Adventsmusik bei Kerzenschein" erfuhren besonders die älteren Konzertbesucher einmal mehr, dass mit "Kling Glöckchen" und der überbrachten deutsch-sprachigen Lieder die Arten-Vielfalt wohl nicht abgedeckt ist. Viermal ging es so mit "Winter Wonderland", "Can you hear the bells", "I saw three ships" und "God rest you merry, gentleman" ins Englische mit "Holly and misteltoe".

Mit der Note "besonders wertvoll" dürfen, wie bei solchen Anlässen wiederholt aufgefallen, die instrumentalen Arrangements zur Vortragsfolge ausgezeichnet werden. Hier, wie bei der gesamten Regieführung, ist die Kammerersche Handschrift unverkennbar. Die Gesamtheit der Kirchenmusik innerhalb der evangelischen Kirchengemeinde profitiert davon.

Kinderchor, Jugendchor und der "Projektchor Weihnachtsmusik" werden übrigens in den Zyklus der Heiligabend-Gottesdienste in der Pauluskirche mit eingebunden.

Quelle: RP
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