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Hückeswagen
Zukünftige Fünftklässler testen am Tag der offenen Tür die Realschule

Hückeswagen. Ungewöhnlicher Duft von Waffeln, Crêpes und selbst gemachten Plätzchen in den Fluren der Realschule - was am Samstag aber wenig verwunderte, war doch wieder zum Weihnachtsbasar eingeladen. An den rund 20 liebevoll dekorierten Verkaufsständen priesen die 430 Schüler der 17 Realschulklassen weihnachtliche Holzbasteleien, Marmeladen, Gewürze oder Adventsgestecke an. Alle zwei Jahre verknüpfen Lehrer, Eltern und Kinder den Tag der offenen Tür für die zukünftigen Fünftklässler mit einem ansprechenden Weihnachtsbasar, dessen Verkaufserlöse für außerordentliche Schulmaterialien und die Finanzierung der Klassenfahrten verwendet werden sollen. Von Maren Panitz

"Gerade bei den Vorbereitungen für den Weihnachtsbasar erleben wir hier in der Schule ein großartiges familiäres Miteinander", erklärte Schulleiterin Christiane Klur. Das Engagement der Eltern sei beachtlich. "Für die Holzdekorationen fuhr einer der Väter sogar einen ganzen Anhänger mit zersägten Baumstämmen auf den Schulhof", sagte sie.

Im Mittelpunkt aber standen vor allem die Viertklässler der Grundschulen, die nach den Sommerferien auf eine weiterführende Schule gehen. Die Realschule bot daher für Samstag kurze Schnupperstunden in einigen Unterrichtsfächern an, damit sich die Kinder und ihre Eltern schonmal ein Bild von der Schule machen konnten. "Unsere Schule legt einen großen Wert auf die Vermittlung konservativer Werte, Durchhaltevermögen und Toleranz. Aber auch Herzensbildung und gute Erziehung gehören dazu", fasste Christiane Klur das Schulkonzept zusammen. Die Realschule sei in den Augen des Lehrerkollegiums und der Schüler eine gelungene Kombination aus Wohlfühlatmosphäre und Leistungserfolg. "Nicht umsonst schneidet unsere Schule bei den landesweiten Lernstandserhebungen regelmäßig im oberen Durchschnitt ab", hob die Schulleiterin hervor. Vielleicht war das auch einer der Gründe, warum sich am Tag der offenen Tür auffallend viele Gäste aus Wermelskirchen und Radevormwald einfanden, wo inzwischen Sekundarschulen installiert sind und die Realschulen keine Fünftklässler mehr aufnehmen.

Für die neunjährigen Zwillinge Hannah und Carolin Stefer schienen zunächst ein wenig erschlagen zu sein. "Es ist alles so groß und voll hier", sagten die Schwestern. "Aber die Lehrerin, mit der wir hier unsere Weihnachtssterne basteln, die ist total nett." Mutter Stefanie Stefer hatte sich ihre eigenen Entscheidungskriterien für den Besuch der Realschule zusammengestellt: "Stadtnähe, gute Busanbindung, hohes Niveau, gute Vorbereitung für das Gymnasium", brachte sie es auf den Punkt. Ihre Töchter möchten die Realschule jedoch aus einem ganz anderen Grund besuchen: "Die Turnhalle mit der Kletterwand ist toll. Wir haben sogar eine Urkunde bekommen."

Quelle: RP
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