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Hückeswagen
Zum Sackhüpfen nach Busenbach

Hückeswagen: Zum Sackhüpfen nach Busenbach
"Alte Spiele neu entdecken" hieß es beim Treffen der Klopingjugend. Trotz trostlosen Wetters sorgte das Sackhüpfen für Heiterkeit. FOTO: Michael Schütz
Hückeswagen. Die Kolpingjugend Hückeswagen wanderte mit knapp 20 Teilnehmern im Rahmen der Bergischen Wanderwoche auf der Trasse. Im Bauerncafé wurden am Samstagnachmittag dann alte Spiele neu entdeckt. Von Wolfgang Weitzdörfer

Da hat die Kolpingjugend wohl noch mal Glück gehabt: Knapp 20 Teilnehmer sind am Samstagmittag gegen 14 Uhr am Kolpinghaus zu einer etwa einstündigen Wanderung im Rahmen der Bergischen Wanderwoche auf der Trasse zum Bauerncafé zum Busenbach gestartet - und wurden nicht pitschnass geregnet, obwohl der Himmel am Wochenende ja durchaus das eine oder andere Mal recht ausgiebig seine Pforten geöffnet hat. "Eigentlich wollten wir noch ein Stück Wasserweg mitnehmen, aber das haben wir dann doch lieber weggelassen", sagt Katharina Mehnert, Leiterin der Kolpingjugend.

Eine weise Entscheidung, denn der große Regenguss des Samstagnachmittags kommt erst, als die Wanderer schon unter dem Zeltdach im Garten von Nadine Strombach und Marcus Paul, den Betreibern des Bauerncafés, bei Bier und Currywurst sitzen. Solchermaßen gestärkt lässt sich der relativ kurze, aber durchaus kräftige Regenguss gut aussitzen, so dass anschließend gut gelaunt dem Tourenmotto "Alte Spiele neu entdeckt" gefrönt werden kann. "In den vergangenen beiden Jahren waren wir ja auch bei der Wanderwoche dabei, da haben wir jeweils Geocaching-Touren gemacht. In diesem Jahr wollten wir aber einmal etwas anderes anbieten", sagt Mehnert.

Bei einem Familienwochenende ist den Organisatoren dann die Idee gekommen, die bekannten Spiele von früher im spaßigen Miteinander einfach neu entdecken zu lassen. Der Kontakt zu Strombach ist beim Vortreffen im Rahmen der Bergischen Wanderwoche zustande gekommen: "Sie hat direkt gesagt, dass wir für den Spieleteil der Wanderung das Bauerncafé nutzen könnten", erzählt die Kolpingjugend-Chefin. Dann muss sie aber aufstehen und beim "Gummistiefelweittreten" antreten. Großes Gelächter und viel Spaß haben die Wanderfreunde auch beim Eierlaufen, dem Sackhüpfen und beim Spiel "Wo ist mein Schlüssel?", einer Variante des Spiels vom "Ochsen am Berg".

Das Bauerncafé auf dem Hof von Strombach und Paul hat im Jahr 2014 zum ersten Mal seine Türen für Radfahrer und Wanderer auf der Balkantrasse geöffnet: "Wir hatten die Idee seinerzeit im Vorfeld des dann ja abgesagten NRW-Tages 2013. Als es damit nichts wurde, landete sie erst einmal wieder in der Schublade", sagt Strombach. Mit der Einweihung der Trasse als beliebten und gern genutzten Radwanderweg haben die beiden die Idee dann wieder ausgegraben und 2014 Nägel mit Köpfen gemacht.

Neben der gemütlichen Atmosphäre im Garten und der Möglichkeit, selbst gebackenen Kuchen - "den backe ich mit meiner Oma", sagt Strombach schmunzelnd - zu essen und Kaffee, Bier oder auch Moselwein zu trinken, sind es auch die vielen Tiere, die bei Strombach und Paul wie selbstverständlich herumlaufen oder im hinteren Gartenbereich im Gehege sind.

Und die Tiere sind Besuch offensichtlich gewöhnt: Denn so lassen sich weder die trächtigen Husumer Sattelschweine in ihrem Pferch hinter der Hecke oder die Gänse und Kaninchen in ihrem Gehege noch die beiden freilaufenden Hühner vom lauten Gelächter der Kolpingwanderer stören, als der Gummistiefel einmal mehr seitwärts statt nach vorne fliegt.

Quelle: RP
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