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Hückeswagen
Zwei Jahrgänge ziehen aus der KGS aus

Hückeswagen: Zwei Jahrgänge ziehen aus der KGS aus
Aus der ehemaligen KGS ziehen die ersten beiden Schuljahre bis Weihnachten aus und werden dann in der ehemaligen GGS unterrichtet. 2016 soll der Brandschutz im früheren KGS-Gebäude verbessert werden. FOTO: Jürgen Moll (Archiv)
Hückeswagen. Die Löwen-Grundschule ist bald an einem Standort vereint: Weil im nächsten Jahr in der ehemaligen KGS mit den Arbeiten für den Brandschutz begonnen wird, siedeln die ersten beiden Schuljahre im Dezember in die frühere GGS um. Von Stephan Büllesbach

In der nächsten Woche beginnt das große Stühlerücken an der Kölner Straße. Denn am Freitag ziehen die Kinder des zweiten Schuljahrs aus der ehemaligen Katholischen Grundschule (KGS) in Räume der gegenüberliegenden ehemaligen Gemeinschafts-Grundschule. Die Erstklässler sollen dann bis zum Beginn der Weihnachtsferien kurz vor Heiligabend folgen. Das bestätigt Claudia Sträter, seit Schuljahresbeginn die Leiterin der Löwen-Grundschule.

Beide Schulen waren im August 2013 zu einer Verbundschule zusammengelegt worden. Seither beschäftigt die Schulleitung vor allem eines: das Zusammenwachsen beider Schulen. Das könnte jetzt besser klappen, da sämtliche rund 280 Grundschüler im neuen Jahr an einem Standort, an der Kölner Straße 40, unterrichtet werden. Dafür wurde unter anderem von der Stadt der einige Zeit nicht genutzte Pavillon wieder hergerichtet; laut Bürgermeister Dietmar Persian musste der Boden erneuert und die Fassade teilweise aufpoliert werden.

Ein Grund für den Umzug sind die Arbeiten an einem besseren Brandschutz an der ehemaligen KGS. Das hatte die Kreisverwaltung schon vor geraumer Zeit gefordert, im nächsten Jahr geht die Stadt die Sache an. "An der ehemaligen GGS gab es keine so großen Anforderungen an den Brandschutz", betont Persian. Der andere Grund ist laut Bürgermeister, die Abläufe in der Schule schnellstmöglich besser zu organisieren. Die Gymnastikhalle wird aber auch während der anstehenden Arbeiten weiter genutzt, das Gleiche gilt für die Küche der Offenen Ganztagsschule. Auch werden die Löwen-Schüler in einigen Fachklassen weiter unterrichtet.

"Das ist ein Riesenaufwand und anstrengend für alle Beteiligte", sagt Claudia Sträter mit Blick auf die Umzüge in den kommenden Wochen. Allerdings ließen sich dann viele organisatorische Dinge besser umsetzen, wenn alle Grundschüler in einem Gebäude unterrichtet würden. So müssen die Kinder etwa nicht mehr so häufig von den Lehrern über die Straße geleitet werden, wenn die nächste Schulstunde im anderen Gebäude stattfindet. Und die Leiterin betont, dass jetzt das eintrifft, was seit dem Start der Verbundschule von Eltern, Lehrern, Politik und Verwaltung gewollt wird: der Unterricht in einem Schulgebäude. Zwar wird das eine Übergangslösung voraussichtlich für die kommenden sechs, sieben Jahre sein, weil die Löwen-Grundschule erst dann in das freiwerden Realschulgebäude umziehen kann (s. Kasten). "Das ist dennoch eine gute Lösung", betont Claudia Sträter. Die ehemalige GGS sei ohnehin dreizügig geplant gewesen, so dass dort jetzt alle Löwen-Schüler hineinpassen und unterrichtet werden können.

Kritik von Eltern gibt es am Führungsstil der neuen Schulleiterin. So werfen sie ihr etwa vor, die Schnuppertage für Kindergartenkinder und das Sommerfest abzulehnen. Dazu sagt Claudia Sträter: "Die Schnuppertage wurden in Abstimmung mit dem Kollegium nicht durchgeführt, es gibt im Frühjahr aber die Schulspielstunde für Kindergartenkinder, die im Sommer in die Schule kommen." Über das Sommerfest sei noch überhaupt nicht nachgedacht worden, weil der Fokus zurzeit auf dem Umzug und dem Unterricht liegt. "Ich wüsste aber nicht, warum ich das ablehnen sollte." Überhaupt stimme sie viele Dinge mit den Kolleginnen ab, da sie noch neu an der Schule sei.

"Aus unserer Sicht ist die Zusammenarbeit hervorragend", stellt Persian klar. Die neue Leiterin treibe die Dinge voran. Zudem habe er von Eltern auch positive Rückmeldungen über sie bekommen.

Quelle: RP
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