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Hünxe
Abschied von einer großen Frau

Hünxe: Abschied von einer großen Frau
In der Aussegnungshalle konnten die Trauergäste Abschied nehmen von der Künstlerin. FOTO: Malz
Hünxe. Aus ganz Deutschland sind Angehörige, Freunde und Bekannte der Künstlerin zur Trauerfeier Eva Pankoks in die Drevenacker Dorfkirche gekommen.

Aus ganz Deutschland sind die Menschen gestern nach Drevenack gekommen, um Eva Pankok die letzte Ehre zu erweisen - die Kennzeichen der Autos verrieten es. Sie alle wollten Abschied nehmen von Eva Pankok, Tochter von Otto und Hulda Pankok. Viele von ihnen saßen früher einmal am großen Tisch oder im Blauen Salon von Haus Esselt bei einem Bütterken mit Eva Pankok zusammen, sprachen über Kunst, Gott und die Welt.

"Eva vermittelte die Botschaft ,Du bist willkommen'", sagte Günther Falkenberg, der bis 2003 Pfarrer für Obrighoven und Drevenack war. Moritz Pankok, Großneffe Otto Pankoks, sprach für die Familien Pankok und Droste. Eva sei, so Moritz Pankok, in einer besorgniserregenden Zeit gestorben; einer Zeit, geprägt von Gewalt, Bürgerkrieg in Syrien und Flucht, Unsicherheit und Fremdenhass. Das treffe die Menschen, für die die Pankoks sich eingesetzt haben, die Schwachen. Evas Gastfreundschaft sei nicht aufgesetzt gewesen, sondern Ausdruck ihres tiefen Humanismus. "Die letzte der drei Eulen" sei nun nicht mehr - so hatte Otto Pankok seine Familie genannt. Ihre Humanität habe sie gelebt, die Liebe zur Schöpfung gemalt. In kräftigen Farben, anders als ihr Vater, sagte Christoph Leisten, der für Otto-Pankok-Stiftung und Gesellschaft sprach. Von Anfang an sei Haus Esselt nicht nur ein Museum gewesen, sondern ein Haus der Begegnung. Mehr als 30 Jahre sei Eva Mittelpunkt von Haus Esselt gewesen, so Leisten; sie habe das Erbe ihrer Eltern in die Gegenwart gerettet. Zwar sei sie nie allein gewesen, es gibt viele Helfer rund um das Museum.

Die Verantwortung aber habe sie bis zu ihrem Tod allein getragen. Eine schwere, die nun auf die Otto-Pankok-Stiftung und Gesellschaft übergehe. Eva Pankok hatte einmal gesagt, sie frage sich, was ihre Eltern getan hätten, bevor sie schwere Entscheidungen treffe. "Wir werden fragen: Was hätte Eva getan?", versprach Leisten.

Quelle: RP
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