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Hünxe
Buschmanns erstes Bügermeister-Jahr

Hünxe: Buschmanns erstes Bügermeister-Jahr
Vor einem Jahr wurde Dirk Buschmann im Ratssaal vereidigt und erhielt die Bürgermeisterkette von seinem Vorgänger Hermann Hansen. FOTO: Heiko Kempken
Hünxe. Seit genau einem Jahr ist er Erster Bürger der Gemeinde Hünxe. Der 49-Jährige zieht eine positive Bilanz seiner noch jungen Amtszeit und blickt hoffnungsfroh in die Zukunft: "Es bleibt spannend." Von Peter Neier

Vor einem Jahr wurde Dirk Buschmann als neuer Bürgermeister der Gemeinde Hünxe vereidigt. Wie fällt seine erste Bilanz aus? Was hat er bereits auf den Weg gebracht? Welche Aufgaben liegen noch vor dem 49-Jährigen?

"Das vergangene Jahr war für mich eine lehrreiche und bereichernde Herausforderung. Es war geprägt von der Analyse der bestehenden Prozesse innerhalb der Verwaltung und der Erfahrung, wie Rat und Verwaltung zusammen Dinge bewegen können. Es galt viele Menschen kennen zu lernen und ihnen als verlässlicher Ansprechpartner zu begegnen." Im ersten Jahr als Bürgermeister hat es bereits einige Meilensteine gegeben: Die Deutsche Glasfaser verlege nach einer spannenden Zeit der Nachfragebündelung im Ortsteil Hünxe das hochmoderne FTTH-Glasfasernetz. "Damit ist ein wesentlicher Grundstein im Bereich der Dableibensvorsorge gelegt, denn schnelles Internet wird in Zukunft sicherlich noch an Bedeutung gewinnen." Nach Abschluss der Verlegearbeiten würden die Wege und Straßen in Hünxe auch wieder begehbar und sicher sein, so Buschmann.

Bürgernähe sei ihm ein zentrales Anliegen, und so standen diverse Besuche bei Vereinen und Veranstaltungen in der Gemeinde auf dem Programm. Buschmann: "Ich durfte die liebevoll-familiäre Atmosphäre im Otto-Pankok-Museum kennen und schätzen lernen, auch die Tatkraft, mit der am Erhalt dieses wertvollen kulturellen Schatzes gearbeitet wird." Er freue sich, dabei als Bürgermeister mitzuwirken.

Die ersten Monate des ersten Amtsjahres seien geprägt gewesen von der Flüchtlingsthematik. "In diesem Rahmen galt es, Unterkünfte zu errichten und auszustatten und die organisatorischen Grundlagen für eine Integration der Menschen zu schaffen." Am 3. Oktober habe er einen Aufruf gegen Neonazis, Rassismus und Gewalt formuliert, "dies war mir vor dem Hintergrund des Brandanschlages auf das Übergangsheim an der Dorstener Straße im Jahr 1991 sehr wichtig".

Buschmann blickt voraus: Der Rat habe die Verwaltung beauftragt, einen Standort für einen Friedwald, eine zeitgemäße Alternative zum klassischen Friedhof, auszuweisen. Mitten im Wald könne so die Asche Verstorbener in biologisch abbaubaren Urnen an den Wurzeln von Bäumen ruhen.

Die langwierige Änderung des Flächennutzungsplanes zur Ausweisung von Windkraftkonzentrationszonen sei in Zusammenarbeit zwischen Rat und Verwaltung zu Ende geführt worden. Und: "Die Nahversorgung der Hünxer Bürger im Ortsteil Hünxe konnte für die Zukunft gesichert werden."

Aus Altersgründen hätten diverse Veränderungen im Bereich Personalmanagement durchgeführt werden müssen. Diese reichten von Personalentwicklungsmaßnahmen wie Freistellungen über Umsetzungen bis hin zur Einstellung neuer Mitarbeiter. So wurde im Geschäftsbereich Ordnung eine organisatorische Neugliederung realisiert und die Zusammenarbeit mit externen Partnern konnte durch diese neue Struktur erheblich verbessert werden. "Eine Fachkraft zur Regelung des ruhenden Verkehrs wird in Kürze das Team ergänzen", verspricht Buschmann.

Über die Ablagerung schwermetallhaltiger Stoffe auf der Deponie der AGR sei sachlich informiert worden. Der Bürgermeister sieht für die nächsten Jahre weitere richtungsweisende Projekte vor dem Abschluss: "Hier ist explizit die Realisierung von barrierefreien Wohnmöglichkeiten in den Ortsteilen zu nennen, wobei für Hünxe und Bruckhausen bereits über die Detailplanung berichtet wurde."

Was ihm auch zukünftig am Herzen liegen werde, sei die weitere Neuausrichtung der Verwaltung. "Ich bin bestrebt, durch den Aufbau einer Prozessbibliothek die Verwaltungsabläufe nachhaltig zu modernisieren, durch Mitarbeiter- wie Bürgerbefragungen die Zufriedenheit mit den Dienstleistungen der Gemeinde zu ermitteln." Damit könne in Zusammenarbeit zwischen Bürgern, Rat, Verwaltung und Unternehmen ein lebenswertes Hünxe erhalten werden. Buschmann: "Es bleibt spannend."

Quelle: RP
 
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