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Hünxe
CDU kürt Charlotte Quik

Hünxe: CDU kürt Charlotte Quik
Die Delegierten kürten die Charlotte Quik (rechts) offiziell zu ihrer Kandidatin. Kreisvorsitzende Marie-Luise Fasse gratuliert mit einem Blumenstrauß. FOTO: EP
Hünxe. Die 33-jährige soll Norbert Meesters von der SPD das Landtagsmandat abspenstig machen.

Was längst als beschlossene Sache galt, ist nun offiziell. Charlotte Quik wird als Direktkandidatin der CDU in den Landtagswahlkampf ziehen. Die Wahlkreisvertreterversammlung in der Gaststätte Alt Peddenberg in Drevenack kürte die 33-jährige Brünerin am Donnerstagabend offiziell zur Kandidatin im Wahlkreis 58 (Wesel III) für Hamminkeln, Hünxe, Schermbeck, Voerde und Wesel.

Die studierte Germanistin, die seit 2010 als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Landtag tätig ist, gab sich vor den Delegierten kämpferisch. "Die Zeit der amtierenden Regierung ist vorbei. Was Rot-Grün vorweisen kann, ist beschämend für Nordrhein-Westfalen. Eine Regierung, die das nicht ändern kann oder will, gehört abgewählt". Vor allem die wirtschaftliche Situation im bevölkerungsreichsten Bundesland sieht Quik kritisch: "Unser Land ist regelmäßig Spitzenreiter in Sachen Stau, Arbeitslosigkeit, Kinderarmut und kommunale Steuersätze. Hingegen trauriges Schlusslicht in Bezug auf fast alle anderen Themenfelder, vom Wirtschaftswachstum über die Kriminalitätsrate bis hin zum Haushaltsdefizit und der U3-Betreuung." Ein besonders Defizit erkennt Quik bei der landespolitischen Gestaltung für den ländlichen Raum. "Für den grünen Minister Remmel sind unsere Landwirte die Prügelknaben. Doch diese einseitigen Schuldzuweisungen helfen nicht weiter." Es sei an der Zeit, Probleme der Landwirtschaft offensiv und deutlich zu benennen, damit sie von Landwirten, Verbrauchern und der Gesellschaft insgesamt gelöst werden könnten.

Dreh- und Angelpunkt der Misere im Land bleibe das seit Jahrzehnten unterdurchschnittliche Wirtschaftswachstum. Um das anzukurbeln fordert Charlotte Quik den Abbau von unnötigen Gesetzen und Verordnungen sowie einen gerechten Landesentwicklungsplan. Und endlich müsse der Staat auch seine wichtigste Aufgabe erfüllen: Die Sicherheit seiner Bürger zu gewährleisten. "In Nordrhein-Westfalen wurden im Jahr 2015 mehr als 1,5 Millionen Straftaten registriert und damit mehr als in Bayern und Baden-Württemberg zusammen - und nicht einmal die Hälfte dieser Straftaten wurden unter Rot-Grün aufgeklärt", so Quik. "Wir müssen die Polizei organisatorisch reformieren, von Verwaltung entlasten und durch eine Neuausrichtung der Polizeiausbildung für mehr Personal sorgen". Und die heute Dienst tuenden Beamten dürften ihre wertvolle Zeit nicht in "sinnlosen Blitzmarathons vergeuden" müssen.

(sz)
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