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Hünxe
Chöre bringen Besucher zum Tanzen

Hünxe. Ein breiteres musikalisches Spektrum als das, das der Frauenchor Drevenack mit Unterstützung vom Quartettverein Melodia 1930 Büderich lieferte, geht kaum. Die Zuhörer waren schwer begeistert.

Von Abba bis Helene Fischer, von Elvis bis zu den Höhnern: Der Frauenchor Drevenack präsentierte bei seinem "Konzert der Emotionen" am Samstag ein breites Spektrum aus Musical, Schlager und Populärmusik, vielstimmig interpretiert. Unterstützt wurde er vom Quartettverein Melodia 1930 Büderich, einem Männerchor, der für einen angenehmen Kontrast sorgte. Passend zum Thema "Emotionen" präsentierte sich auch die evangelische Kirche in Drevenack, die mit herzförmigen Luftballons dekoriert worden war.

Nur wenige Plätze blieben in dem kleinen Gotteshaus frei. Vom Kind bis zum Senior waren alle Altersklassen im zahlreich erschienenen Publikum vertreten, um den Chören zu lauschen. Den Anfang machte der Frauenchor, der bereits mit dem ersten Stück für euphorische Stimmung sorgte: "Es zieht unser Lied in die Welt", ein deutscher Text auf die schmissige Marschmelodie von "Stars and Stripes forever", ließ Köpfe und Füße rhythmisch mitwippen. Den Gegensatz bot dann zugleich das zweite Lied: "I have a Dream". Sanft schunkelte hier so mancher Zuhörer zum Takt der Abba-Ballade, und erste Feuerzeuge wurden entzündet. Diese hatte der Frauenchor selbst vorsorglich unter der Bezeichnung "Stimmungslicht" auf den Plätzen verteilt.

Besonders zahlreich kamen sie aber erst bei "Über sieben Brücken musst du gehn" zum Einsatz, mit dem der Männerchor nach dem noch etwas zurückhaltenden "Halleluja, sing ein Lied", restlos begeisterte. Hier fiel dann auch das Publikum in den Refrain mit ein. Ebenfalls sehr textsicher zeigte es sich bei "Über den Wolken" von Reinhard Mey, gelungen vom Frauenchor, und bei "Major Tom", interpretiert vom Männerchor. Es sei ja "manchmal einfacher, Fröschen Eierpellen beizubringen, als Männerchören Englisch", hatte Marco Rohde, Leiter des Quartettvereins Melodia, zuvor erklärt. Doch die zwölf Sänger meisterten auch die in diesem Lied vorkommenden englischen Wörter ohne Tadel. Mit dieser und weiteren amüsanten Anekdoten aus dem Probenalltag überplauderte Rohde die "Umbaupausen".

Er sprach von Helene Fischer als dem besten, was der deutsche Musical-, Pop- und Schlagermarkt zu bieten habe, und kündigte so die beiden Highlights des Konzerts an, zumindest, was die Publikumsreaktion angeht. Sowohl "Ich will immer wieder dieses Fieber spürn", als auch der Party-Dauerbrenner "Atemlos durch die Nacht" sorgten für Jubelrufe, -pfiffe und donnernden Applaus. Ersteres wurde als Zugabe gesungen - die Besucher tanzten, so gut es eben ging, sogar zwischen den Kirchenbänken. Ebenfalls als Zugabe sangen Männer- und Frauenchor noch einmal gemeinsam Caprifischer.

Info Der Frauenchor sucht neue Sängerinnen - geprobt wird montags, 20 bis 22 Uhr, Vereinslokal Alt-Peddenberg, Hünxer Straße 16.

(meko)
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