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Hünxe
Crash-Kurs soll Schüler schocken

Hünxe: Crash-Kurs soll Schüler schocken
Landrat Ansgar Müller (rechts) begrüßte zum 110. Crash-Kurs auch Staatssekretär Jürgen Mathies. FOTO: Polizei
Hünxe. Polizei zeigt in der Gesamtschule Hünxe drastische Fotos von Autowracks und verunglückten Fahrern

Drastische Bilder flimmerten über die Leinwand in der Aula der Gesamtschule Hünxe: Unfallszenen mit jungen, schwer oder tödlich verletzten Autofahrern. Mit diesen "Schock-Bildern" will die Polizei besonders junge Fahrer ansprechen. Sie sollen aufgerüttelt werden und über ihr Verhalten hinter dem Steuer nachdenken.

Zum 110. Mal hat die Polizei im Kreis Wesel einen solchen "Crash-Kurs" für Schülerinnen und Schüler veranstaltet. In den sieben Jahren, in denen das Projekt läuft, haben knapp 7.000 Schülerinnen und Schüler dabei mitgemacht. Aus Sicht der Polizei ein voller Erfolg: In den vergangenen sieben Jahren hat sich im Kreis Wesel die Zahl der Unfälle mit jungen Fahrern fast halbiert. Die Zahl der tödlich Verunglückten ist in der Zeit von zehn auf drei zurückgegangen. Damit leistet das Projekt einen wertvollen Beitrag zur Unfallprävention, zieht Landrat Ansgar Müller Bilanz.

Bei dem 110. "Crash-Kurs" der Kreispolizeibehörde Wesel konnte er auch einen Gast aus dem NRW-Innenministerium begrüßen. Staatssekretär Jürgen Mathies lobte das vorbildliche Projekt und die Arbeit aller Beteiligten der Kreispolizeibehörde Wesel in einer anschließenden Diskussion.

Die Bilder von Autowracks und verunglückten Fahrern ließen keinen der der anwesenden Schülerinnen und Schülern kalt. Polizisten, Notfallseelsorger und Ärzte berichteten, wie belastend der Einsatz am Unfallort ist und das Überbringen der Todesnachricht an die Angehörigen.

Nicht ohne Grund hat sich die Polizei bei diesem Projekt auf die jungen Autofahrer spezialisiert. Die 18- bis 24-Jährigen sind besonders häufig an Unfällen beteiligt, weil sie hinter dem Steuer mit dem Handy spielen, nicht angeschnallt sind, Drogen oder Alkohol genommen haben. Zum Schluss der Veranstaltung haben die Schülerinnen und Schüler ihre persönlichen Wünsche im Leben auf eine große Kugel geklebt. Als Symbol wie schnell Lebensträume durch einen Auto-Crash zerplatzen können.

Quelle: RP
 
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