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Hünxe
Der Widerstand gegen Windräder formiert sich

Hünxe: Der Widerstand gegen Windräder formiert sich
In Hünxes Nachbarschaft - wie hier in Schermbeck-Gahlen - stehen bereits Windräder. FOTO: Markus Wei ßenfels
Hünxe. Der Planungs- und Umweltausschuss Hünxe bewertete die Stellungnahmen zur Änderung des Flächennutzungsplans. Von Peter Neier

Die Ausweisung von Konzentrationszonen für die Windenergie und die damit verbundene 45. Änderung des Flächennutzungsplans (FNP) der Gemeinde Hünxe stand im Mittelpunkt der Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses und stieß auf großes Interesse. Rund 60 Hünxer Bürger, teils Anlieger der drei für Windräder vorgesehenen Flächen, verfolgten die Ausführungen aus dem Ingenieur- und Planungsbüro Lange und von Peter Strube für die Verwaltung. Es galt, über Stellungnahmen aus der Öffentlichkeitsbeteiligung, der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange zu beraten und zu entscheiden.

Das tat der Ausschuss einstimmig, empfahl dem Haupt- und Finanzausschuss die öffentliche Auslegung. Dieser hatte bereits am 3. Juli 2014 die FNP-Änderung beschlossen mit der Anwendung "Privilegierte Nutzung im Außenbereich". Für 17 mögliche Flächen wurden "harte, weiche und besondere Kriterien" abgefragt - am Ende blieben drei Teilflächen übrig: Halde Lohberg Nord-Erweiterung (74,4 Hektar), Bruckhauser Mühlenbach Nord (22,7), Bruckhauser Mühlenbach Süd (30,4). Die Bürger hatten viele Fragen. Ihr Widerstand formiert sich. Von einem "Windpark Hünxer Heide" spricht Gerhard Unterloh für viele Anlieger, die eine Protestnote "an den Bürgermeister und alle Ratsmitglieder" unterschrieben haben. In dem Gebiet an der Autobahn 3, der Lanter-, Wilhelmstraße und dem Bergschlagweg sind sechs Windräder geplant. Alle sollen in einem Landschaftsschutzgebiet errichtet werden, vier Anlagen sind in unmittelbarere Nähe des Naturschutzgebietes Bruckhauser Mühlenbach geplant. Zum Flächenbedarf von 2,5 Hektar pro Windrad kämen noch "aufwändige Erschließungsbauten durch den Wald, die einen massiven Eingriff in die Natur bedeuten", heißt es in dem Protestschreiben. Bei einer Höhe der Anlagen von bis zu 200 Metern sei nicht nur "mit erheblichen Landschaftsbeeinträchtigungen zu rechnen, auch der Schutz der Tiere, Pflanzen und ökologischen Vielfalt wird gefährdet". In der Endausbauphase, inklusive der Windräder auf der Halde Lohberg-Nord, "sind 15 Windräder möglich". Alle Anlagen seien für die umliegende Bevölkerung gut sichtbar. Unterloh und Mitstreiter.: "Im Vertrauen auf die Bürgernähe unserer gewählten Vertreter bitten wir Sie, die Änderungen des Flächennutzungsplanes noch einmal zu überdenken."

Heinz Lindekamp kritisiert auch, dass die Bürger "nicht frühzeitig in die Planung eingebunden und beteiligt wurden", Ratsmitglieder keine Informationen zum Sachstand geben konnten. Er spricht von "Heimlichtuerei", man habe "Fakten schaffen wollen, ohne Widerstand zu riskieren". Die Bürger würden im weiteren Verlauf "die Vorgänge aufmerksam begleiten und ihren Widerspruch deutlich zum Ausdruck bringen".

Die 45. Änderung des Flächennutzungsplans ist auch Thema im Haupt- und Finanzausschuss am Dienstag, 15. Dezember, Beginn 17 Uhr, im Rathaus. Dann werden auch die Stellungnahmen des Landesbetriebs Wald und Holz, des Regionalverbands Ruhr (RVR) und des Kreises Wesel (Untere Landschaftsbehörde) beraten.

Quelle: RP
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